Es zeichnet sich ab, dass das Internet der gedruckten Presse zunehmend Leser weg nimmt. An sich keine neue Erkenntnis, die nun jedoch auch wissenschaftlich nachgewiesen wurde. Kasten Füllhaas liegt völlig richtig, wenn er schreibt, die Verlage seien nun gefordert, «die Leser, welche sie im Printbereich verlieren, online an sich zu binden». Wie nun aktuelle Ergebnisse aus den USA zeigen, gewinnen sie damit doppelt: Einerseits kompensieren sie so den Leserschwund im Printbereich, andererseits sind die User der Onlineauftritte von Zeitungen offenbar viel eher bereit als andere Onliner, Kommentare zu veröffentlichen und auch Seiten weiterzuempfehlen.

Millward Brown hat im Auftrag des «Newspaper National Network» und der «Newspaper Association of America» im September und Oktober die Benutzer von Newsportalen der grossen Zeitungen der USA untersucht, und dabei herausgefunden, dass diese zu 52 Prozent eher bereit sind, andere auf einen interessanten Artikel aufmerksam zu machen. Doch nicht nur das, für die Verlage noch fast wichtiger ist eine weitere Erkenntnis: Besucher von Presseseiten im Internet vertrauen der Werbung auf diesen Seiten mehr als auf anderen Pages. Die Chancen, dass sie die Werbung auch tatsächlichb anklicken, sind also grösser.
Quelle: eMarketer
» Drucken 14.12.2007. 13:24
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