
Während IP-TV weltweit auf dem Vormarsch ist, hinkt die Entwicklung in Deutschland hinterher. So lautete bereits im März das Fazit einer Studie der Multimedia Research Group (MRG). Dies bestätigte nun auch der Verband der deutschen Internetwirtschaft eco. Dem Verband zufolge mangelt es für den Durchbruch noch an entscheidenden Voraussetzungen. Eine flächendeckende Verbreitung werde es frühestens in fünf bis zehn Jahren geben. Es fehle noch stark an Angeboten, die die Bedürfnisse der Verbraucher zufriedenstellen könnten. Die Auswahlmöglichkeiten für IPTV sind derzeit zu gering und darüber hinaus auch nur in bestimmten Regionen des Landes verfügbar.
Der Hauptgrund der zögerlichen Entwicklung sieht eco in der noch immer nicht vollständigen Verbreitung von Breitband-Internet (zur Problematik der Breitbandanschlüsse vs. ISDN/ADSL in Deutschland siehe hier). In vielen Teilen des Landes sind Privatpersonen sowie Unternehmen nicht an das Breitbandnetz angeschlossen. Wegen der mangelnden Penetration steigen dem Verband zufolge sowohl die öffentlich-rechtlichen wie auch privaten Veranstalter gar nicht oder nur zögerlich auf den Trend auf. Zudem sei entweder kein oder nur sehr teurer Content vorhanden.
Quellen: pte, eco
» Drucken 27.08.2007. 18:09
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