
Schafft die Zeitungsbranche in England die Trendwende? (stock.xchng)
Die Zeitungsindustrie in Grossbritannien erlebt derzeit so etwas wie eine Trendwende. Trotz rückläufiger Auflagenzahlen und einem schwierigen ökonomischen Umfeld kann sie tatsächlich wieder steigende Werbeeinnahmen verbuchen. Dies geht zumindest aus den kürzlich veröffentlichten Zahlen des britischen Branchenverbands Newspaper Marketing Agency (NMA) hervor. Demnach konnten die Printausgaben der Zeitungen im vergangenen Jahr 14 Prozent des Gesamtumsatzes im Bereich der Anzeigenwerbung erwirtschaften. Das entspricht im Vergleich zum Vorjahr zwar lediglich einem leichten Wachstum von 0.3 Prozent, stellt aber längerfristig betrachtet den höchsten Wert seit fünf Jahren dar.
Anders die Situation in Deutschland. Hier sieht es - trotz betont optimistischer Haltung der Verleger - düster aus. Volker Nickel, Sprecher des Zentralverbandes der deutschen Werbewirtschaft (ZAW), sagte gegenüber pte: «In Deutschland kann man in dieser Hinsicht nicht von einer Trendwende sprechen.» Dies resultiere zum Teil auch aus der generell schwierigen Lage, in der sich die deutsche Werbewirtschaft zur Zeit befinde. Was den Anteil der Zeitungen am Werbekuchen betrifft, sei kein signifikantes Wachstum zu beobachten. Die aktuellen Zahlen 2008 des ZAW bestätigen diese Einschätzung.
Quellen: pte, zaw
» Drucken 31.05.2008. 11:34
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