E-Zeitung in Deutschland

Zeitungsleser
Sind die Tage der Zeitung auf Papier gezählt? (stock.xchng)

Über die Zukunft der Zeitung wird seit Jahren heftig diskutiert. Manche sehen diese Zukunft in einer elektronischen Ausgabe, einer E-Zeitung. Darunter versteht man nicht die heute schon bestehenden Portale der Zeitungsverlage oder die Möglichkeit, Printprodukte online zu beziehen. Eine elektronische Zeitung wird den Lesern automatisch auf eine portables Endgerät zugestellt. Idealerweise besteht dieses Lesegerät aus dem so genannten elektronischen Papier. Die Deutsche Telekom will nun im Herbst einen ersten Testlauf mit einer elektronischen Zeitung starten - allerdings noch mit einem konventionellen Endgerät.

Im Herbst will die Telekom den ersten Testlauf für eine elektronische Variante einer Tageszeitung in Deutschland starten. Das Unternehmen plant im Rahmen des «News4Me» getauften Projekts zunächst einige Dutzend ausgewählte Testkunden in Berlin mit einem portablen Lesegerät auszurüsten. Dieses soll seinen Nutzern dann ermöglichen, eine auf ihre persönlichen Bedürfnisse und thematischen Interessen zugeschnittene elektronische Zeitung abrufen zu können. Dabei wird die Telekom jedoch keine eigenen Inhalte anbieten. Für die Inhalte verantwortlich werden Zeitungen und Zeitschriften sein.

Personalisierung steht im Vordergrund

«News4Me» will jedem Leser die Nachrichten liefern, die seinem persönlichen aktuellen Interesse entsprechen. Ziel ist es, eine individuelle Artikelauswahl aus verschiedenen abonnierten Zeitungen auf einem mobilen Gerät mit grossem Bildschirm zu liefern. Die Form von echten Printprodukten solle dabei möglichst beibehalten werden.

Eine weitere Besonderheit der Plattform ist die Möglichkeit, Inhalte und Layout kontinuierlich anzupassen. «News4Me» soll jedes Mal dazulernen, wenn der Benutzer seine Artikel liest. So werden etwa Änderungen in den Präferenzen der Nutzer laufend registriert und das Artikel-Angebot für die nächste Ausgabe dementsprechend angepasst. Dieser Individualisierung werden jedoch Grenzen gesetzt: Selbst, wenn sich ein User hauptsächlich für Sport- und Chronikthemen interessiert, bekommt er trotzdem auch Politik- und Wirtschaftsthemen geliefert, wenn diese im aktuellen Tagesgeschehen von Bedeutung sind.

Quelle: pte

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