Digitale Unterhaltung im Umbruch

Einen Blick in die Zukunft des digitalen Unterhaltungsmarkts wagten die britischen Marktforscher von Canalys in ihrer Studie «The Evolving EMEA Digital Entertainment Market». Die gemeinsame Zukunft der unterschiedlichen Segmente TV-, Spiele-, Musik- und PC-Industrie hängt demnach vor allem am Thema digitale Verbindungen. Kaum Chancen auf baldigen Durchbruch räumen die Experten etwa dem Handy-TV ein. Viele der Verbraucher würden ohnehin für Pay-TV-Modelle zahlen. Es sei also nur schwer vorstellbar, dass eine breite Masse von Usern für den begrenzten Zeitraum, in dem sie Inhalte auf dem Handy anschauen würde, derart tief in die Tasche greift. Allerdings variiere die Preissensitivität von Land zu Land erheblich: 35 Prozent der Verbraucher in Grossbritannien zum Beispiel denken, dass 15 Euro pro Monat ein guter Preis für Handy-TV wäre. In Deutschland und Frankreich stimmen dem nur 15 Prozent.

Musikindustrie leidet und der Konsolenkrieg

Im Musiksektor soll der Verzicht auf DRM einen neuen Boom bei legalen Downloads auslösen und den bisherigen Branchenprimus iTunes in Bedrängnis bringen. Eine heftige Auseinandersetzung um den Thron sagt die Canalys-Studie auch dem Konsolenmarkt vorher. Nun, da Microsoft, Sony und Nintendo ihre Konsolen der neuen Generation in Europa auf den Markt gebracht haben, erreiche der Kampf um Kunden einen neuen Level. Microsoft habe mit der Xbox 360 derzeit die Nase vorn, gefolgt von Nintendos Wii. Sony hinke derzeit aufgrund von hohen Preisen und fehlender Spielehits noch hinterher. Die PS3 werde im Weihnachtsgeschäft gegenüber der Xbox 360 das Nachsehen haben. Die Konsolenhersteller sollten aufpassen, bei ihren taktischen Schritten die Kunden nicht zu verschrecken - gerade wenn es um die Ausweitung des Portfolios in Richtung Online-Services und die Positionierung der Konsole als Zentrale für das digitale Heim gehe. Mit dem Höhepunkt des Konsolenkrieges rechnet Canalys für das Jahr 2009.

Mit der eher düsteren Vorhersage für die Entwicklung im Bereich Handy-TV reiht sich die Canalys-Studie ein in eine lange Folge eher verhaltener Aussagen. Allerdings sind sich hier die einzelnen Marktforschungsunternehmen nicht einig, wie ich hier und hier schon berichtet habe.

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| Artikel drucken Drucken | 24.10.2007 11:10

Lupe on 24.10.2007 22:31

was mir schon lange fehlt, ist eine armbanduhr mit eingebautem handy. dieses natel würde man nie verlegen, praktisch nie runterfallen lassen und man hätte es immer dabei. wenn man dann noch ein kopfhörer à la mp3 player aus dem armband ziehen könnte, ...

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