Dem Trend hinterher

Mehr Öko, mehr Geld?
(stock.xchng)
Die traditionellen Medienverlage versuchen vermehrt, ihre Einbussen im Werbemarkt für Print-Medien durch den Ausbau ihrer Online-Angebote auszugleichen. Da ist es nur logisch, dass sie auch aus dem aktuellen Öko-Trend im Windschatten der Klima-Diskussion Kapital zu schlagen versuchen. Die Vorreiter finden sich wie so oft in den USA.
Verleger in den USA stocken ihre Publikationen verstärkt mit Umweltthemen auf, in der Hoffnung umweltbewusste Leser und Werber anzuziehen. Den Anfang macht der Online-Zweig der «Washington Post» mit «Sprig». «Sprig» wendet sich vor allem an umweltbewusste Frauen und wurde letzten Sonntag mit den fünf Rubriken Ernährung, Mode, Beauty, Haus und Lifestyle gestartet.
Auch «National Geographic» startet kommenden Montag eine neue Online-Seite mit dem Schwerpunkt auf Umweltnachrichten. Diese Öko-Website plant über 2'000 Seiten zu Umwelt-Nachrichten und will die Leser unter anderem mit ökologischen Reisetipps versorgen. Der Start folgt dem Kauf des Portals «The Green Guide» im vergangenen Monat.
Unabhängige Angebote unter Druck
Problematisch könnte der Einstieg der grossen Verlagshäuser in den Bereich für die unabhängigen Öko-Webseiten wie etwa «TreeHugger» sein. Offenbar gab es schon einige Kaufangebote, die jedoch allesamt ausgeschlagen wurden. «TreeHugger» bestätigte, dass seit dem Erfolg von Al Gores Klima-Kampagne die Einnahmen und die Zugriffe stark zugenommen haben.
Es ist wohl nur eine Frage der Zeit, bis auch im deutschsprachigen Raum ähnliche Angebote entstehen oder durch Medienhäuser übernommen werden. Dem Trend hin zu Öko hecheln die MSM ja auch hierzulande bereits kräftig hinterher. Entsprechende Angebote gibt es ja bereits (oekonews.de, oekonews.at, bioblatt.de etc.).
Quellen: NYT, pte
» Drucken 24.04.2007 08:21
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