Backlash? Takeover!

Gestern noch habe ich im Zusammenhang mit der «Huffington Post» von einem «Old Media Backlash» gesprochen. Heute nun legt Douglas A. McIntyre von «24/7 Wall St» überzeugend dar, warum in absehbarer Zukunft erolgreiche Blogs wie die erwähnte HuffPo oder TechCrunch, die sich zu veritablen Unternehmen gemausert haben, von grossen Medienhäusern aufgekauft werden könnten.

TechCrunch zum Beispiel verfügt derzeit über eine Reichweite, die ungefähr einem Drittel derjenigen des etablierten CNET enstpricht. Im Gegensatz zum stagnierenden CNET wächst die Reichweite von TechCrunch jedoch weiter kräftig an. Der Wert der börsenkotierten CNET beläuft sich auf 1.2 Mia. US-Dollar. Laut McIntyre könnte TechCrunch also durchaus für 100+ Mio. Dollar über den Tisch gehen.

Erfolgreich in der Nische

Aber nicht nur TechCrunch und die HuffPo handelt McIntyre als Übernahmekandidaten. Auch andere erfolgreiche Blogs und Blognetzwerke wie SeekingAlpha, Boing Boing oder GigaOm könnten die Aufmerksamkeit der Old Media auf sich lenken. Diese Blogs haben sich erfolgreich in Nischen eingerichtet, welche die traditionellen Medien - allen Voran die «New York Times» oder die «Washington Post» - trotz grossem Aktivismus mit Blogs entweder sträflich vernachlässigt oder nur am Rande abdecken. Für McIntyre ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis eine der beiden Zeitungen bei der HuffPo zwecks Übernahme vorstellig werden.

Und bei uns? Peter, haben tamedia oder Ringier schon bei Dir angeklopft? Eine Exit-Strategie wird doch sicherlich vorhanden sein...

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| Artikel drucken Drucken | 03.10.2007 18:19

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