
Hohe Lagersicherheit von analogem Film. (stock.xchng)
Der Erhalt unseres audiovisuellen Kulturguts ist durch die so genannte Obsoleszenz gefährdet. Die benötigte Abspieltechnologie und das dazu gehörige Know-how verschwinden. So werden besonders analoge Datenträger nutzlos. Aktuell bedroht sind VHS und Audiokasetten. Aber auch digitale Technologien bieten keine Lösung - wer schon mal versucht hat, eine zehnjährige CD mit Bildern zu lesen, weiss um die Probleme. Die Lagersicherheit von analogem Film ist denn auch mitverantwortlich dafür, dass Kodak seit 2002 sein weltweites Absatzvolumen von 16- und 35-Millimeter-Aufnahmefilmen um fünf Prozent steigern konnte.
Obwohl die analoge Filmtechnik bereits totgesagt wurde, setzen viele Filmschaffende noch immer auf die Qualität von Zelluloid. Nahezu alle Premium-Serien und Blockbuster werden weiterhin auf analogem Film gedreht. Darum investieren die Hersteller - allen voran Kodak - immer noch in die technische Weiterentwicklung des Analogfilms. Dieses Jahr wurde sogar ein Farb-Negativfilm mit einem Technik-Oscar prämiert. Die so genannte Vision2-Filmplattform stellt einen Durchbruch betreffend Filmgeschwindigkeit, Lichtempfindlichkeit, Korn und Schärfe und dadurch Bildqualität dar.
Paradoxerweise fördert die analoge Technik gleichzeitig die digitale. Die elektronische Bearbeitungskette verlangt eine immer höhere Eingangsqualität, da bei digitaler Projektion im Kino sichtlich bessere Qualität möglich ist als bei 35-Millimeter-Massenkopien. Um keinen Qualitätsverlust hinnehmen zu müssen, wird beispielsweise hybride Technik eingesetzt. Hilfreich sind Software-Programme, die beim Einscannen von Filmmaterial automatisch Staub und Kratzer entfernen und so gleichzeitig eine digitale Bearbeitung ermöglichen. Denn in den Bereichen Bearbeitung, Distribution und Projektion ist der Digitalfilm führend.
Quelle: pte
» Drucken 08.05.2008. 09:50
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