Akademiker drehen Radio ab

Immer weniger Akademiker in den USA hören Radio. (stock.xchng)
Anders als in Deutschland geht die Radionutzung in den USA konstant zurück. Vor allem bei jungen Nutzern sank die Beliebtheit des klassischen Mediums im Verlauf der vergangenen Jahre. Laut einer Untersuchung von Edison Media Research sinkt die Hördauer offenbar bei den jungen Akademikern (College-Absolventen) besonders stark. Dem Radio kommen also auch immer mehr Vertreter hoher Bildungsschichten abhanden. Der Unterschied zwischen der Radionutzung von Absolventen und Nicht-Absolventen habe sich im Laufe der Zeit immer weiter verstärkt,so die Studie.

In den USA haben über die vergangenen zehn Jahre zunehmend mehr Hochschulabsolventen im Alter von 24 bis 54 Jahren das Radio abgedreht. Im Vergleich zu Menschen ohne Ausbildung an einer Universität bzw. einem College ging der Trend hier acht mal schneller nach unten. Derzeit hören die höheren Bildungsschichten bis zu 15 Stunden und 45 Minuten Radio pro Woche. Vertreter aus den vergleichbaren Gruppen ohne akademischen Titel nutzen das Medium hingegen bis zu 21 Stunden und 15 Minuten im selben Zeitraum.
Die Situation in Deutschland
Die Radionutzung der höher Gebildeten (Fach- oder Hochschulreife mit Studium) blieb in den vergangenen sieben Jahren in Deutschland weitgehend konstant. In Deutschland zeige sich der Trend wie in den USA anhand der Nutzungsdaten nicht. Im Gegensatz zu den USA konnte das Radio in jüngerer Vergangenheit hierzulande vor allem auch bei den jungen Zielgruppen zulegen.
Quellen: edison, pte
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Drucken | 17.06.2008 16:14
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