
Nachdem in der letzten Woche die Frage, ob denn überhaupt jemand Podcasts hört, definitiv mit ja beantwortet werden konnte, hier nun einige Ergänzungen zur Soziodemografie der (US-)Podcast-Hörer. Dabei wird vor allem eines klar: den typischen Podcast-Hörer gibt es nicht. Die Nutzung von Podcasts unterliegt derselben Fragmentierungen wie die gesamte Mediennutzung. Nicht alle hören also dieselben Podcasts, noch nutzen sie alle iPods und iTunes. Vor allem lässt sich der Podcast-Hörer, beziehungsweise eben auch die -Hörerin, soziodemografisch nicht klar umreissen.
Frauen und Männer halten sich bei der podcast-Nutzung die Waage. Zu diesem Schluss kam die Studie «The Infinite Dial 2007. Radio's Digital Platforms.» von Arbitron und Edison Media Research. Demnach sind 51 Prozent der Nutzer männlich, 49 Prozent weiblich. Die grösste Nutzung findet sich in der Altersgruppe der 25- bis 34-jährigen.

Bridge Ratings untersuchte über einen Zeitraum von fast zwei Jahren die Podcast-Nutzung nach Altersgruppen. Besonders erwähnenswert ist hier ein Anstieg in den Altersgruppen 25 bis 34 (von 45 auf 55 Prozent) und 50 bis 64 (von acht auf 16 Prozent).

Die Schwankungen sind jedoch mit Vorsicht zu geniessen. Offenbar wurden die Zahlen aufgrund eines Samples bestehend aus den Radiohörern in zehn grossen Städten hochgerechnet, die nicht unbedingt die Gesamtbevölkerung repräsentieren. zudem wurden die Teilnehmer gefragt, ob sie in den letzten 30 Tagen Podcasts gehört hätten; ein Grossteil der Befragten nutzt Podcasts jedoch nur selten, so dass sie nicht immer Eingang fanden in die Resultate.
Wie Alloy Media + Marketing herausfand, laden nur fünf Prozent der College-Studenten täglich Podcasts herunter. E-Mail hingegen nutzen 83 Prozent täglich, Social Networks 54 Prozent und 40 Prozent Instant Messaging. Einigermassen gleichmässig verteilt sich die Podcast-Nutzung über die verschiedenen Einkommensgruppen. Laut der bereits erwähnten Studie von Arbitron und Edison verteilt sich diese wie folgt:

Einzig die unterste Einkommensgruppe bis 25'000 US$ hört deutlich weniger zu als besserverdienende Haushalte.
Quelle: eMarketer
» Drucken 18.02.2008. 10:07
Takarina on 18.02.2008. 23:31
Hallo
Alex Wunschel(Markendreiklang) hat sich 2006 das auch gefragt, hier die Ergebnisse..
http://tellerrand.typepad.com/tellerrand/podcastumfrage/index.html
Grüße Takarina
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