Web 2.0 in Österreich

Die Postings hier beschäftigen sich hauptsächlich mit der Situation in der Schweiz und Deutschland. Das dritte Land der DACH-Gruppe, Österreich, wurde bislang nur gestreift. Darum hier einige Fakten zur Internet- und Web 2.0-Nutzung in unserem Nachbarland im Osten. Alle Angaben stammen aus dem «Austrian Internet Monitor-Consumer» (AIM-C) Q1 2009 (Summary, PDF), der diese Fragen im Detail ausleuchtet: Die Internetnutzung in Österreich steht kurz vor der Überschreitung der Dreiviertelmarke: 74% der Bevölkerung nutzen das Medium. Nutzergenerierte Inhalte spielen dabei eine zunehmend grössere Rolle.
Kommunikation per E-Mail und Informationssuche zählen zu den beliebtesten Tätigkeiten im Internet. Die ersten Plätze in der Nutzungs-Hitliste sind diesen Nutzungszwecke bereits seit geraumer Zeit sicher. Die Kommunikation mit dem sozialen Umfeld hat sich gewandelt, speziell in der jüngeren Zielgruppe. Um auf dem Laufenden zu sein, kommt man um die Verwendung von Networking-Plattformen kaum noch herum. Die höchste Nutzerquote verzeichnen soziale Online-Netzwerke innerhalb der 14-19jährigen. Mit zunehmendem Alter sinkt der Nutzeranteil. Auch sind Männer etwas eifrigere Besucher sozialer Netzwerke als Frauen.

Internetnutzung in Österreich nach Zielgruppen (in %)
Web 2.0 und soziale Medien
Das Zeitalter des Web 2.0 hat dem Bereich Kommunikation einen weiteren Aufwind verschafft, und die Anwendung nutzergenerierter Inhalte verzeichnet eine anhaltende Dynamik. Der grössten Beliebtheit innerhalb der Web 2.0.-Angebote erfreut sich - wenig überraschend - das Online-Lexikon Wikipedia. Knapp zwei Drittel der Internetnutzer haben die Plattform schon mindestens einmal besucht. Etwas dynamischer entwickelt sich die Videoplattform YouTube, die sechs von zehn Internetnutzern bereits aufgerufen haben. Die Nutzung ist innerhalb der letzten 12 Monate um ein Drittel gewachsen.
Der grosse Gewinner unter den Web 2.0-Angeboten sind jedoch die sozialen Netzwerke, allen voran Facebook. Die Plattform konnte ihre österreichische Anwenderschar in den letzten 12 Monaten verdreifachen und wurde bereits von jedem fünften Internetnutzer besucht. Die beruflich motivierte Nutzung von Networking-Plattformen wie Xing oder StudiVZ hat bereits in den letzten Jahren Trends gesetzt. Nun befindet sich das privat orientierte Netzwerken auf dem Vormarsch.
Der AIM-C wird von INTEGRAL Markt- und Meinungsforschung auf Basis von insgesamt 12'000 telefonischen Interviews pro Jahr (3'000 pro Quartal) durchgeführt - repräsentativ für die österreichische Bevölkerung ab 14 Jahren.
Quellen: integral, pte
Bildquelle: Flickr (viZZZual.com)
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Drucken | 24.06.2009 17:43
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