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Was die 50+ im Web suchen

Silver Surfer
Die Altersgruppe 50+ ist mittlerweile sehr webaffin. (organic.com)

Die Altersgruppe 50+ ist im Netz sehr aktiv und ist daher eine heiss umkämpfte Zielgruppe. Die «Silver Surfer», wie sie auch genannt werden, verbringen in Europa rund sieben Stunden im Netz, Tendenz steigend. Wohl auch aus diesem Grund hat das amerikanische «Center for the Digital Future» der USC Annenberg School in Zusammenarbeit mit der American Association of Retired Persons (AARP) eine umfassende Studie über die Nutzergewohnheiten und Vorlieben der älteren US-Generation durchgeführt. Dabei stellte sich unter anderem heraus, dass die Nutzerinteressen ab 50 vielfältiger sind, als bisher landläufig angenommen wurde. Vor allem bei der Nutzung von Social Media sticht die Generation 50+ hervor.

Das Hauptinteresse der Silver Surfer liegt nach wie vor bei Nachrichtenseiten. 42 Prozent von ihnen lesen ein- oder mehrmals täglich Nachrichten im Internet. In der Altersgruppe bis 20 machen dies nur 18 Prozent. Die Wichtigkeit des Internets als Informationsquelle allerdings schätzen beide Generationen recht hoch ein. Die Nutzer unter 50 mit 85 Prozent sogar etwas höher als diejenigen über 50 mit 76 Prozent.

Bei der Nutzung von E-Commerce-Angeboten sind die Generationen ziemlich ausgeglichen. 68 Prozent der 50+ und 72 Prozent der Nutzer unter 50 nutzen regelmässig Online-Shops. Erstaunlicherweise ähnlich verhält es sich bei Online-Spielen, hier sind 18 Prozent der älteren Generation gegenüber 22 Prozent der jüngeren täglich aktiv.

Die Silver Surfer surfen sozial

Aktiv in Communitys partizipieren mittlerweile 58 Prozent der Nutzer über 50. Auch hier liegen sie um immerhin noch drei Prozentpunkte vor den Teenagern. Auf die Frage, wie wichtig den Nutzern sozialer Netzwerke ihre eigene Community sei, antworteten die älteren Nutzer zu über 70 Prozent mit «wichtig» oder «extrem wichtig», während die Nutzer unter 20 diese Wertungen nur zu 58 Prozent vergaben.

Einzig Instant-Messaging und Video-Downloads bleiben weiterhin exklusiv der jungen Generation vorbehalten. Nur gerade neun Prozent der Nutzer über 50 erachteten Instant-Messaging und Video-Downloads für «wichtig» oder «extrem wichtig» gegenüber 48 Prozent der Nutzer unter 20.

Quellen aarp, ecin

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» Drucken 27.06.2008. 10:33

HUNDEPOPEL on 28.06.2008. 12:24

Früh übt sich, wer ein Meister werden will. Mit 50 sind die Menschen jung. Sie können mindestens hundert werden.

Außerdem -- sich regen bringt Segen, und folglich schlägt dem Glücklichen keine Stunde. Über-50-Leute, ran an den Speck, überholt die jungen Hupfer im edlen Wettstreit um mehr Wissen, mehr ability, mehr skill.

That´s it.

see you later
computator
pepe.

Ulrich Brünger on 01.07.2008. 10:15

Die Unterschätzten

Ich finde es bemerkenswert, dass die Silver Surfer in einigen Web-Disziplinen noch vor der favorisierten jüngeren Generation liegen.

Auch wir haben uns vor einigen Wochen mit den älteren Nutzern beschäftigt und sie vielleicht unterschätzt: IPTV und die Generation X+
Unsere These war: Fernsehen ist das bevorzugte Medium der Senioren, daher hat IPTV das beste Potenzial, diese Gruppe stärker an die digitale Interaktion heranzuführen.

Communities, Shopping per Fernbedienung, personalisierte News – all dies entsteht im (IP-basierten) Fernsehen gerade & und vielleicht rennt das Fernsehen der Zukunft ja bei den älteren Zuschauern offene Türen ein. Wären da nicht die altersbedingte Zurückhaltung bei den Videos und bei den nutzergenerierten Inhalten, ein Trend, den auch diese interessante Studie bestätigt: Medienstudie 2008 (PDF)

Ich bin aber gespannt, was wir noch erleben werden.

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