Ungeliebtes Handy-Internet

Mobiles Internet ist in Deutschland nach wie vor ein Nischenprodukt. Zwar gewinnt der Online-Zugang über das Handy stetig an Bedeutung, doch der Anteil der mobilen Surfer bleibt noch stark hinter der Nutzung anderer Mobilfunkdienste wie SMS zurück. So das Ergebnis einer aktuellen TNS-Infratest-Studie im Auftrag des Providers E-Plus. Internet auf dem Handy wird primär für das Lesen und Versenden von E-Mails genutzt.

Obwohl mobiles Internet sich immer noch nicht als Massenprodukt durchgesetzt hat, stieg das Interesse daran innerhalb eines Jahres immerhin von neun auf 27 Prozent. Jene, die Internet am Handy bereits nutzen, tun dies vor allem, um E-Mails zu verschicken. Rund die Hälfte der Befragten versendet mindestens einmal pro Woche eine Mail mit dem Mobiltelefon. 29 Prozent surfen einmal wöchentlich mit ihrem Handy im Netz. Auch Dienste wie MMS und Musikdownloads legen zu, werden aber nach wie vor im Vergleich sehr gering genutzt.

Günstiges Telefonieren steht im Vordergrund

Das Versenden von SMS blieb unverändert der beliebteste Service unter den deutschen Handynutzern. Am wichtigsten ist den Kunden darüber hinaus das günstige Telefonieren. Am beliebtesten sind Flatrate-Angebote, bei denen zum Fixpreis unbegrenzt telefoniert werden kann. Auch in Zukunft wird sich bei den Wünschen der Nutzer vermutlich wenig ändern. Sprachtelefonie, einfache Tarife und SMS wurden denn auch am häufigsten genannt.

Parallel zum wachsenden Interesse an mobilen Breitbandservices sinkt die Nachfrage nach einem Festnetzanschluss. Etwa jeder dritte Deutsche kann sich laut Umfrage vorstellen, sein Festnetz aufzugeben und nur noch mobil zu telefonieren. 18 Prozent der Befragten würden sogar ihren stationären Breitbandzugang für mobiles Internet aufgeben wollen.

Quelle: pte

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LD on 04.03.2008 12:56

Ein mobiler Breitbandanschluss hat sicher in manchen Fällen Vorteile und auch die Kosten sind im Verhältnis zum Festanschluss schon recht akzeptabel. Mit dem Handy ins Internet zu gehen, ist aber immer noch unverschämt teuer und bei einem Fussballspiel sieht man den Ball auf dem Micro-Display gar nicht. Die Erwartungen der Anbieter hinsichtlich Euro 08 werden zwangsläufig enttäuscht werden. Und die anderen Kunden dürfen anschliessend die eingefahrenen Verluste crossfinanzieren. Ich bin gespannt, wie sich das auf die Aktienkurse der Telcos auswirken wird.

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