Social Computing in Europa
Die Marktforscher von Forrester haben kürzlich eine Studie mit dem Titel «Europeans Have Adopted Social Computing Differently» veröffentlicht. Darin untersucht Forrester das Nutzerverhalten europäischer Webuser im Bereich Soziale Medien (Forrester versteht unter Social Computing Aktivitäten wie das Lesen oder Führen von Blogs, das Nutzen von Podcasts, RSS-Feeds und das Lesen oder Verfassen von Nutzerkommentaren). Dazu wurden 7'000 User in Grossbritannien, Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien, den Niederlanden und Schweden befragt. Die Studie zeichnet ein heterogenes Bild.
Die spanischen User sind demanch die aktivsten wenn es um das hinterlassen von Kommentaren und Meinungen geht, die Deutschen bilden in dieser Kategorie das Schlusslicht. Auf sozialen Netzwerken sind die Briten und die Schweden am häufigsten engagiert, mehr als ein Drittel aller Briten sind Mitglieder in Social Networks; das ist das Doppelte des europäischen Durchschnitts. Auch hier bilden die deutschen User (zusammen mit den Franzosen) das Schlusslicht. Die Experten von Forrester führen das schlechte Abschneiden der Deutschen im Bereich Web 2.0 auf langsame Internetzugänge zurück: Über ein Viertel der Deutschen verfüt lediglich über Modem- oder ISDN-Zugänge. Aufgrund der heterogenen Situation in Europa rät Forrester, dass sich Marketer in diesem Bereich deshalb die Unterschiede zunutze machen und ihre Strategien auf die jeweiligen Nutzervorlieben zuschneiden sollten.
Web 2.0 in Deutschland
Die Aussage, Deutschland hinke wegen mangelnden Breitband-Anschlüssen hinterher, ist interessant, zumal andere Studien Deutschland eine hohe Breitbanddichte attestieren. Das Problem liegt hier in der Definition von Breitband: Manche Studien stufen ISDN-Anschlüsse bereits als Breitbandzugang ein. Ausserdem stellt die Konkurrenz von Nielsen//NetRatings fest, im Februar diesen Jahres hätten 54 Prozent der deutschen Internetnutzer Web 2.0-Angebote besucht. Offenbar ist der Graben zwischen Konsumenten und Produzenten sozialer Inhalte in Deutschland grösser als anderswo. Aber vielleicht liegt es auch an den Sinus-Milieus im Land?
Quelle: ecin
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Drucken | 09.07.2007 09:25
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