
Wird das 3D-Internet Realität? Oder doch nicht? (razor3d.de)
3D-Internet mit Hologrammen, superschnelle Quantencomputer oder Brillen, die Bilder vom PC oder Fernseher direkt ins Auge projizieren - Visionen für Informations- und Kommunikationstechniken (IKT) der Zukunft gibt es zuhauf. Doch welche lassen sich in den nächsten 25 Jahren wirklich umsetzen? Darüber haben sich Experten nun verständigt und in der Delphi-Studie «Zukünftige Informations- und Kommunikationstechnologie» (Kurzbericht | Medienmiteilung) ihre Zukunftsthesen auf Realisierbarkeit und Wirkung auf die Gesellschaft bewertet und gebündelt.
Hier einige der Thesen kurz zusammengefasst: Die Experten erwarten einen neuen IT-Boom für das Jahr 2017, der durch die starke Nachfrage nach IKT-Anwendungen in den Branchen Gesundheit, Wellness und Tourismus ausgelöst werden soll. Frühestens in zehn Jahren könnte die Hälfte der kleinen und mittelständischen Unternehmen semantische Technologien breit einsetzen. Dies halten 13 Prozent der Experten für möglich. Die Experten schätzen, dass zu dieser Zeit drahtlose portable Übertragungstechnologien, wie beispielsweise wLAN bei stationärer Nutzung Datenraten von bis zu einem Gbit/s erreichen könnte.

Ebenfalls zehn Jahre könnte es dauern bis 80 Prozent der Inhalte des Internets als nutzergenerierter Content als Plattformen für Communities und als Online-Foren bereitgestellt werden. Obwohl eine Konvergenz von Geräten und Diensten bereits in den nächsten Jahren möglich ist, stehen wirtschaftliche Interessen der Anbieter dieser Konvergenz noch entgegen. Ein «Internet der Dinge» («Internet of Things»), also die elektronische Vernetzung von Gegenständen des Alltages, wird in nicht allzu ferner Zukunft für machbar gehalten. Als Haupthindernis werden die Kosten genannt, Einfluss habe aber auch der Datenschutz.

Die Studie kann man hier kostenlos herunterladen.
Quellen: Fraunhofer, ecin
» Drucken 14.04.2008. 16:41
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