«Second Life»: positive Nachwehen
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Shoppen wir demnächst alle so? (Linden Labs)
Der Hype um «Second Life» ist längst vergangen und immer mehr Firmen, die vor gar nicht allzu langer Zeit euphorisch in die virtuelle Welt eingetaucht sind, verabschieden sich wieder. Trotzdem können wertvolle Lehren aus diesen Eskapaden gezogen werden: Die Übernahme virtueller Elemente, wie man sie von «Second Life» her kennt, werden künftig mehr Kunden zum Kauf in Online-Shops bewegen. Zu diesem Schluss jedenfalls kommt eine Marketinganalyse der Kansas State University, welche in der Aprilausgabe der Zeitschrift «The Services Industries Journal» veröffentlicht werden wird. Aufgrund derzeitiger Schwächen beim Einkaufserlebnis könne der Online-Handel heute noch nicht mit dem Einkauf in der realen Welt konkurrieren, so die Forscher. Avatare als virtuelle Darstellung der Kunden würden sich jedoch besonders für Händler als Lösung anbieten. Zwar sei die Technik derzeit noch nicht reif dafür, doch gebe die bisherige rasche Entwicklung des Internets Hoffnung auf diesbezüglichen Fortschritt.
«Der Käufer der Zukunft wird seinen Avatar in ein virtuelles Geschäft schicken, das auch den Anschein von drei Dimensionen hat», sagt Studienleiterin Esther Swilley, Assistenzprofessorin für Marketing. Die freie Bewegung durch das Geschäft erlaube wie im realen Geschäft, die gewünschten Waren in einem Einkaufswagen zu verstauen. Der Avatar ermögliche sogar das Ausprobieren eines T-Shirts oder der Blick in den Spiegel vor der Bestellung, um die Ware zu prüfen. «Je nach Vorlieben der Käufer werden die Verkäufer das Angebot auch in ihren realen Geschäften ausrichten.» Der Avatar-Einkauf könne auch soziale Funktionen erfüllen. «Wer gerade am Computer sitzt und die Freundin an ihrem, kann man gemeinsam einkaufen gehen», schlägt die Expertin vor.
«Das ist unsere Welt, bleib gefälligst draussen»
Swilley bestätigte in Untersuchungen, dass Menschen vorwiegend auf Webseiten der Händler einkaufen, deren Namen und Marken sie vertrauen. Den meisten Händlern, die im realen Leben erfolgreich sind, hätte jedoch der Versuch des Verkaufs in «Second Life» bisher nur mässigen Erfolg gebracht. «Den Second-Life-Besuchern gefiel es nicht, sie kaufen ihre Waren eher bei anderen Avataren als bei externen Händlern. Es ist, als würden sie denken: 'Das ist unsere Welt, bleib gefälligst draussen'», so die Forscherin.
Neues Verkaufsverhalten einer nachrückenden Generation?
Solche Visionen sind in den nächsten Jahren sicherlich noch kein Thema. Sie setzen neben dem Fortschritt der Technik ein gänzlich neues Verkaufsverhalten einer nachrückenden Generation voraus. Erst wenn die heutige «Second Life»-Generation in ein kaufkräftiges Alter kommt, wird die Nachfrage nach solchen Angeboten auch den Mainstream erreichen. Ganz daneben liegt Swilley sicherlich nicht, sind doch ein fehlender Sozialkontakt und die ausbleibende Warenkontrolle vor Ort wichtige Punkte, die das Online-Einkaufserlebnis schmälern.
Quelle: pte
» Drucken 25.02.2009 16:50
Aleco Collas on 05.03.2009 09:30
"Erst wenn die heutige «Second Life»-Generation in ein kaufkräftiges Alter kommt"
Ahem, hat sich da jemand mal in SL umgesehen? Die jetzige SL-Generation =ist= in einem kaufkräftigen Alter.






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