
Generation Y konsumiert, Golden Youth setzt die Trends. (stock.xchng)
Die erste Generation der Netznutzer gibt in Europa im Internet den Ton an. Diese Meinung jedenfalls vertritt die European Interactive Advertising Association (EIAA) in ihrer aktuellen Ausgabe der Mediascope-Studie. Demnach beeinflussen die 25- bis 34-Jährigen, die meist erstmals in ihrer Schulzeit mit dem Web konfrontiert wurden, den Gebrauch des Internets am stärksten. Diese meine Generation sei die erste, die intensiv die Google Suche benutzte, nachdem sie zuvor ihre Online-Recherchen bei Angeboten wie Lycos und AltaVista gemacht hatten. Dieselbe Altersgruppe war es auch, die soziale Netzwerke wie MySpace entdeckte und sich mit nutzergenerierten Inhalten beschäftigte.
Die 25- bis 34-Jährigen verfügten zwar über wenig Zeit und seien anspruchsvoll, bestimmten im Netz jedoch über Marken und Trends. Wie die Studie zeigt, verbringen Vertreter dieser Generation im Schnitt 13.9 Stunden pro Woche im Netz. Damit liegen sie deutlich über dem Gesamtdurchschnitt. Ein Drittel dieser Gruppe kommt sogar auf 16 Stunden Internetnutzung wöchentlich. Rund 50 Prozent nutzen regelmässig soziale Netzwerke.
Nun sei diese erste Generation in ein Alter gekommen, in dem die meisten über mehr Geld verfügten, manchmal Familien gegründet und generell Verantwortung übernommen hätten. Diese Faktoren bestimmen die Art und Weise, wie sich das Netz wandelt, mit. Die so genannte «Golden Youth» ist zudem für viele Entwicklungen in den Bereichen von Online-Finanzmanagement sowie Gesundheits- und E-Govermentangeboten verantwortlich. Insgesamt sagen 73 Prozent der europäischen User, dass sie mithilfe des Internets Kontakt zu Familie und Freunden halten. Auch für Kaufentscheidungen ist das Web sehr wichtig geworden. Während 2004 erst 50 Prozent der Konsumenten auf Grundlage von Online-Recherchen etwas gekauft haben, sind es nun bereits 87 Prozent.
Das Executive Summary der Studie kann hier als PDF bezogen werden. Für die Studie wurden über 9'000 Internetnutzer in Europa (jeweils 1'000 Personen in Grossbritannien, Deutschland, Frankreich, Spanien, Italien und Skandinavien sowie jeweils 500 Personen in Belgien und den Niederlanden) mittels computergestützten Telefoninterviews nach Zufallsauswahl (CATI) befragt.
» Drucken 01.12.2008. 22:24
redakteur on 08.12.2008. 01:33
hm... interessante studie, aber war das so überraschend? auch wenn studien die aufgabe haben, die realität in zahlen und diagrammen darzustellen, wirklich neu ist das nicht.
außerdem wurden nur nutzer aus den west-europäischen ländern begfragt. warum fehlen die anderen 19 eu-mitglieder? haben die kein internet? wie ist deren internetverhalten? klar wird es deutlich weniger nutzer geben, aber die, die das www nutzen, geben die auch dort den ton an?
auf der suche nach neuen trends...
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