Mobiles Internet ist in unseren Breiten nach wie vor ein Nischenprodukt. Zwar gewinnt der Online-Zugang über das Handy stetig an Bedeutung, doch der Anteil der mobilen Surfer bleibt noch stark hinter der Nutzung anderer Mobilfunkdienste wie SMS zurück. Allerdings zeigen sich bei der Nutzung mobiler Webangebote offenbar deutliche geschlechtsspezifische Unterschiede, wie eine aktuelle Analyse von TNS Infratest im Rahmen der «Mobile Internet Benchmarking Studie 2008» belegt.

Klassische Online-Services wie Suchmaschinen oder E-Mail-Dienste werden demnach von beiden Geschlechtern etwa gleich genutzt. Männer nutzem das mobile Web vor allem zur Informationsbeschaffung: 59 Prozent der männlichen User rufen darüber tagesaktuelle Nachrichten ab, gegenüber 39 Prozent der weiblichen Nutzer. Ähnlich fällt der Unterschied bei Sportnachrichten und Aktienkursen aus. Frauen hingegen liegen bei der Benutzung von Download-Diensten deutlich vorn: 70 Prozent der weiblichen Nutzer haben bereits mindestens einmal ein Spiel auf ihr Handy geladen, während dies nur auf 59 Prozent der männlichen Handy-Nutzer zutrifft. Bei Angeboten für Musiktitel und Klingeltöne liegt der Nutzungsanteil der Frauen sogar 20 Prozentpunkte über dem der Männer. Ebenfalls vorne liegen die Frauen bei der Nutzung von Chat-Angeboten und - mit einen Prozentpunkt mehr - bei der mobilen Nutzung von Social Networks wie Xing.

Es ist allerdings anzumerken, dass das weibliche Geschlecht bisher erst rund ein Viertel der derzeitigen Nutzer des mobilen Internet im deutschsprachigen Raum stellt. Generell charakterisiert TNS Infratest die Nutzer beider Geschlechter als tendenziell jünger, besser gebildet und finanziell überdurchschnittlich gut situiert.
Quellen: tns, ecin
» Drucken 30.10.2008. 10:58
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