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CH: Web 2.0 ist Mainstream

Web 2.0 in der Schweiz
Web 2.0 ist in der Schweiz kein Fremdwort mehr (onlinemarketingreport.ch)

Die drei Agenturen konsumfreu(.)de, web2com und styropor.digital gingen im September 2007 mittels einer Online-Umfrage der Frage nach, wie gut die Schweizer Onliner Web 2.0-Anwendungen kennen und diese nutzen (wir berichteten). An der Umfrage nahmen über 400 Personen teil, wovon 73 Prozent Männer waren. Alle kennen den Begriff Web 2.0 und assoziieren damit vor allem Blogs und soziale Netzwerke. Auch Podcasts und RSS-Feeds werden rege benutzt.

Web 2.0: Bekanntheit in der Schweiz

Wie die Grafik zeigt, haben alle Umfrage-Teilnehmer schon mindestens ein Mal vom Web 2.0 gehört. Obwohl die Presse in letzter Zeit oft das Gegenteil behauptet, ist Web 2.0 in der Schweiz nicht unbekannt. Auffällig ist ausserdem, dass viele den Begriff aus klassischen Medien wie TV und Print kennen. Fast 70 Prozent der Befragten bringen den Begriff mit Blogs und Social Networks in Verbindung.

Weitere Ergebnisse in Kürze

Über 90 Prozent der Befragten nutzen das Internet täglich zur gezielten Informationssuche. Mehr als ein Viertel lesen mindesten einmal pro Tag einen Blog und 44 Prozent haben mindestens einen RSS-Feed abonniert. Podcasts hören 42 Prozent, zwölf Prozent sogar täglich.

So erfreulich die Resultate sind - sie sind meiner Meinung nach mit Vorsicht zu geniessen. Die Umfrage wurde vor allem auf Blogs beworben, so dass vermutlich der grösste Teil der Teilnehmer über ein entsprechendes Vorwissen verfügte. Zum Vergleich: Hier die Resultate einer ähnlichen Umfrage von Bernet PR bei 200 Grossunternehmen.

Die vollständige Studie kann hier als PDF oder Print (60 Seiten, kostenpflichtig) bestellt werden.

Quelle: exklusiver Kurzreport der Verfasser der Studie

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» Drucken 28.02.2008. 07:55

Reto Hartinger on 28.02.2008. 14:26

Total wertlos, diese Umfrage - weil nicht repräsentativ. Lässt überhaupt keine Schlüsse zu. Schade.

Pascal on 28.02.2008. 17:12

Jede Wette, dass diese Studie nicht repräsentativ ist, sondern nur von computeraffinen Personen beantwortet wurde. Sie sagt nichts über die Bekanntheit von Web 2.0 in der Bevölkerung aus.

Konstantin on 03.03.2008. 16:45

Es stimmt schon, dass "Web 2.0" als Begriff nicht unbekannt ist. Das Problem mit der Sache ist allerdings, dass die Web 2.0 - Angebote (vor allem Blogs) kaum benutzt werden. Kennen und Nutzen sind schliesslich zwei unterschiedliche Dinge.
Man sieht's ja an Pligg, der Schweizer Version von Digg, dass das volle Potential hier noch lange nicht ausgeschöpft ist: nur gerade mal 5 Stimmen benötigt man, um ganz oben zu sein. Allein das gibt Rückschlüsse darüber, dass die Funktionalitäten, die Web 2.0 - Angebote bereitstellen, im Schweizer Markt kaum genutzt werden.
Ich führe selber ein Web 2.0 - Projekt an der Uni Zürich durch (siehe meine Website). Es gibt zwar viele Besucher, aber kaum jemand nutzt bspw. die Kommentarfunktion in unserem Blog. Ich habe mich auch schon mit Marcel Korner, dem Betreiber von nzzcampus.ch unterhalten. Und der meinte, dass der Schweizer Markt hier noch ganz in den Anfängen steht. Es ist einfach Teil unserer zurückhaltenden Schweizer Kultur, dass wir nicht gerne klare Worte äussern und unsere Meinung preis geben - noch dazu via moderne, intransparente Tools wie bspw. Weblogs.
Ich kann mich deshalb der Aussage im Titel dieses Beitrags nicht anschliessen, dass Web 2.0 Mainstream wäre. Die Umfrageresultate sind zwar korrekt, aber sie messen das falsche. Im Mitmachnetz ist die Nutzung entscheidend und erst in zweiter Linie der Bekanntheitsgrad. Wenn in einem Weblog die Kommentarfunktion nicht genutzt wird, könnte man folglich genauso gut auf diese Funktion verzichten und stattdessen eine klassische Web 1.0 - Newsseite aufbauen.
Von einer aktiven Web 2.0 - Gemeinde sind wir in der Schweiz noch meilenweit entfernt und das wurde auch am letzten Swiss Blog Camp wieder mal leider nur allzu ersichtlich. Bis auf Blogging Tom und Arthur Bernet gibt es nur wenige erfolgreiche Blogger, die auch über eine fleissige Kommentatorengemeinde verfügen. Und die erfolgreichen Social Networks wie Xing oder StudiVZ findet man auch nur in Deutschland, aber nicht in der Schweiz. Das ganze ähnelt dem Hype, den wir in den 90er Jahren mit den Dotcomfirmen erlebten: zu viele Kleinanbieter, zu wenig real vorhandenes Commitment und zu viel kritiklose Presse. Das ist immer der Anfang vom Ende.

Web 2.0 in der Schweiz on 03.03.2008. 17:00

Hier eine Vorschau: Link

Hier weitere Infos:
konsumfreu.de

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