Mitarbeiterbefragungen stellen ein adäquates Mittel zur Messung des Betriebsklimas dar. Sie sind nicht nur ein zielführendes Mittel, um Missstände zu erkennen und zu beheben, sondern auch Angestellte dadurch langfristig zu motivieren und damit an das Unternehmen zu binden. Dennoch versäumt es ein Grossteil der Unternehmen, sich bei den eigenen Angestellten als attraktiver Arbeitgeber zu positionieren und die Arbeitsatmosphäre regelmässig zu überprüfen. Gerade einmal gut die Hälfte der Unternehmen führen mindestens alle zwei Jahre oder sogar jährlich eine solche Mitarbeiterbefragung durch. Dies ist das Fazit der aktuellen Untersuchung «Mitarbeiterbefragungen - Die Trends 2008», die von der Managementberatung Kienbaum in Kooperation mit dem HR-Spezialisten Hewitt durchgeführt wurde.
Um ehrliche und ungeschminkte Resultate bei einer Mitarbeiterbefragung zu bekommen, müssen die Angestellten das Gefühl haben, dass sie sich unbefangen gegenüber dem Arbeitgeber äussern können. Darum ist es in der Regel unerlässlich, die Befragung durch ein unabhängiges Institut durchzuführen. Aus den für die Studie insgesamt befragten 200 Personalleitern namhafter Unternehmen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz lässt sich schlussfolgern, dass Mitarbeiterbefragungen als Strategieinstrument an Bedeutung gewinnen und immer regelmässiger und in kürzeren Abständen durchgeführt werden. Die Studienautoren stellten bei der Auswertung der Daten jedoch auch fest, dass Unternehmen, die Mitarbeiterbefragungen durchführen, mit dem Ergebnis, insbesondere mit der Ableitung, Umsetzung und Erfolgskontrolle der Massnahmen Schwierigkeiten haben.
Aber auch in methodischer Hinsicht gewinnen die Befragungsansätze zunehmend an Qualität. Haben 2007 nur die Hälfte der Unternehmen in ihren Befragungen das tatsächliche Verhalten der eigenen Mitarbeiter analysiert, sind es heute bereits 71 Prozent. Die reine Zufriedenheit der Arbeitnehmer führe somit nicht zwangsläufig zu einem überdurchschnittlichen Einsatz am Arbeitsplatz. Die nach wie vor grösste Herausforderung für viele Betriebe ist jedoch, welche Schlüsse und darauf aufbauende Massnahmen aus den Mitarbeiterbefragungen zu ziehen sind.
Quelle: pte
» Drucken 29.09.2008. 12:54
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