Die ältere Generation ist im Netz sehr aktiv und ist daher eine der heiss umkämpftesten Gruppen. Die Silver Surfer, wie sie genannt werden, sind daher derzeit ein bevorzugtes Forschungsobjekt. Nachdem die «European Interactive Advertising Association» (EIAA) in einer Studie bereits nachgewiesen hat, dass die Silver Surfer in Europa durchschnittlich sieben Stunden pro Woche online verbringen und mehr und mehr Aktivitäten ins Netz verlagern, doppeln die Marktforscher von Nielsen/Netratings (Medienmitteilung, PDF) nach: Seit dem ersten Quartal 2006 nahm die Netznutzung der über 50-Jährigen um 16 Prozent zu. Insgesamt gab es in diesem Zeitraum hingegen nur ein Wachstum von vier Prozent. Während alle anderen Altersgruppen relativ konstant blieben, kletterte die Onlinebevölkerung der Generation 50 plus überdurchschnittlich stark nach oben.
Die Zahlen von Nielsen vom vergangenem Juli belegen, dass erst 28.6 Prozent (10.3 Mio.) der Internetnutzer älter als 50 Jahre sind. Das starke Wachstum wird sich vorerst also fortsetzen. Über die Jahre konnte Netratings international beobachten, dass sich die Altersverteilung der Onlinebevölkerung der Verteilung der Gesamtbevölkerung angleicht.

Spezifische Angebote sind noch selten
Noch immer sind aber viele Angebote im Netz in erster Linie auf junge User ausgerichtet. Dabei werden die Silver Surfer als Zielgruppe immer attraktiver und unterschieden sich, auch was das Surfverhalten angeht, wesentlich von den Jüngeren. Mittlerweile gibt es zwar auch Angebote, die auf diese Altersgruppe zugeschnitten sind, allerdings besteht hier noch sehr viel Nachholbedarf.
Die Silver Surfer sind denn auch eine interessante Zielgruppe. Die Erhebung zeigt, dass die über 50-Jährigen in der Regel über einen höheren Bildungsstand sowie ein höheres Einkommen verfügen als die durchschnittliche Internetgemeinde. 55 Prozent der User über 50 Jahren verfügen über ein jährliches Haushaltseinkommen von über 36'000 Euro. Besonders beliebt bei den Silver Surfer sind Technologie-Marken. Die ältere Generation spricht insbesondere auf Produkte von Hewlett Packard, T-Online, Microsoft und AOL an. In punkto Medienwebseiten stehen Welt Online und ZDF.de hoch im Kurs.
Quelle: pte, nielsen
» Drucken 19.09.2007. 10:22
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