
Ältere Menschen im Web bevorzugen die Kommunikation über E-Mail und haben drei bis vier Newsletter abonniert. Auch die Wikipedia wird rege benützt. Blogs hingegen werden als weniger relevant betrachtet.
Die Marktforscher von Customer Care & Consulting (CC&C), Bad Homburg, führen monatlich einen Online-Bus «Silver Liner» durch. Dabei werden jeweils um die 1'000 Mitglieder der «Generation 50+» zu verschiedenen Themen befragt. Schwerpunkt im Februar war das Nutzungsverhalten im Internet (687 Teilnehmer im Panel).
E-Mail top, Web 2.0 flop
Über die Hälfte aller Befragten (59.1 Prozent) gaben an, ein oder zwei E-Mail-Adressen wenigstens einmal pro Woche zu nutzen, 40.9 Prozent verwenden sogar drei oder mehr Adressen. Auch in der Gruppe der über 70jährigen sind es deutlich über 40 Prozent. Knapp 60 Prozent der Nutzer haben vier oder mehr Newsletter abonniert, 31.3 Prozent sogar sieben oder mehr. 68.9 Prozent geben schliesslich an, gerne mehr Newsletter empfangen zu wollen. Die Nutzung der Newsletter selbst ist ebenfalls positiv: Sie werden von der überwiegenden Zahl der Befragten meistens (59.4 Prozent) oder immer (26.0 Prozent) gelesen.
Bei den passiv genutzten Webseiten schwingt Wikipedia mit 75 Prozent Bekanntheit bei gleichzeitiger Nutzung oben auf. Nur 40.1 Prozent der Befragten gaben jedoch an, den Begriff «Blog» schon mal gehört zu haben. Einen Blog schon einmal gelesen hatten nur noch 32.2 Prozent.
Die «Silver Liner» scheuen sich jedoch, sich aktiv am Web 2.0 zu beteiligen. Gerade mal 11.1 Prozent haben schon mindestens einmal einen Blogbeitrag verfasst. Noch weniger sind es bei der Wikipedia (3.3 Prozent).
Fazit
Die «Golden Ager» bewegen sich zwar durchaus gerne und oft im Netz. Wer seine Kunden in diesem Segment jedoch online wirklich erreichen will, tut dies am besten über ein sauberes, interessantes Permission Marketing.
Quellen: börsenblatt, cc&c
» Drucken 31.03.2007. 08:17
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