
Das Gottlieb Duttweiler Institut (GDI) hat kürzlich unter dem Titel «Vertrauen 2.0 - Auf wen sich Konsumenten in Zukunft verlassen» eine Studie zum Thema Konsumentenvertrauen veröffentlicht. Am ärgsten steht es der Studie zufolge um die Politiker. Sie bilden das Schlusslicht unter den Institutionen, gemeinsam mit grossen Firmen. Wer heute zuverlässige Informationen sucht, wendet sich erst an vierter oder fünfter Stelle an Hersteller oder Händler. Herstellerinformationen, Werbung, Ratgeber-Publikationen und Medien gehören ebenfalls zu den Verlierern. Nach wie vor jedoch geniessen Experten, Fachkräfte und unabhängige Organisationen eine hohe Glaubwürdigkeit - neben Familie und Freunden.
Die Konsumenten verändern ihr Verhalten fundamental. Jahrzehntelang konsumierten sie, was sie kannten und was verfügbar war. Heute machen Suchmaschinen, Handelsplattformen, Preisvergleiche, Verbraucher-Urteile und Selbsthilfe-Foren den Kunden zum wirklichen König. Denn Konsumenten handeln immer öfter gemeinsam und koordiniert, entwickeln neue Shopping-Praktiken, aus E-Commerce wird Social Commerce: Sie suchen, kaufen, bewerten und nutzen Sachen zusammen mit ihren Freunden, Bekannten und Wahlverwandten. Zweit- und Drittgutachten einzuholen wird einfacher, billiger und damit auch beim Spontankauf zur Regel.
Das Executive Summary ist hier frei zugänglich (PDF).
Quelle: gdi
» Drucken 26.06.2007. 12:44
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