Sound Branding

Sound: Für den Markenauftritt entscheidend (stock.xchng)
Die so genannte akustische Markenführung war lange ein wenig beachtetes Instrument. Jetzt jedoch erkennen immer mehr Marketers, dass Werbebotschaften verstärkt auch über den Klang einer Erkennungsmelodie oder über die Stimme vermittelt werden können. Die akustische Markenführung - auch Sound Branding genannt - ist ein wichtiges Instrument, das seinen Teil zur Unverwechselbarkeit einer Marke beiträgt. Prominente Beispiele sind etwa das Soundlogo der Swisscom in der Schweiz (welches wohl demnächst ersetzt werden wird) oder jenes der Deutschen Telekom. Links zu den Beipielen am Ende des Beitrags.
Marken werden eben nicht nur visuell oder haptisch wahrgenommen, sondern eben auch auditiv. Klänge verstärken die visuelle Wahrnehmung und reichern sie mit einer emotionalen Komponente an. Bisher habenn sich Marken jedoch vorwiegend visuell dargestellt. Das Klangdesign ist zwar nur ein kleiner Teil der gesamten Kommunikationspalette, wird aber in den nächsten Jahren sicher noch mehr an Bedeutung zunehmen.
Entscheidend für das Wohlbefinden des Kunden
Sound Branding wird zu einem weiteren, wichtigen Differenzierungsmerkmal. Ein qualitativ hochwertiges Zusammenspiel audio-visueller Elemente vermittelt dem Kunden Nähe und sorgt gleichzeitig für einen hohen Wiedererkennungseffekt: Man muss einen Swisscom-Spot nicht sehen, das Soundlogo reicht aus, um zu erkennen, um welche Marke es geht. Dabei kommt auch der Stimme, der Corporate Voice, eine wichtige Rolle für die Schaffung einer ganzheitlichen Markenstrategie zu. Die fortschreitende Entwicklung von Sprachanwendungen sollte daher nicht den Technikern alleine überlassen werden, sondern muss näher beim strategischen Marketing ansgesiedelt werden. Stimme und Sounds tragen ganz entscheidend zum Gesamteindruck und Wohlbefinden eines Kunden bei - sei es als Anrufer oder Laufkunde. Sie geben dem Dialogsystem eine Persönlichkeit und bestimmen, wie sich das System präsentiert oder wie es wahrgenommen wird. Und zwar unabhängig vom Inhalt.
Beispiele
- Swisscom Werbespot (in Kombination mit einem anderen bekannten Soundlogo: Tagesschau des Schweizer Fernsehens)
- Deutsche Telekom Web'n'Walk-Spot
- «Tätowierungen für die Ohren» («Tages-Anzeiger» vom 28.04.04, PDF)
Weiterführende Literatur (Amazon)
- Bronner/Hirt: Audio-Branding. Entwicklung, Anwendung, Wirkung akustischer Identitäten in Werbung , Medien und Gesellschaft
- Straka: Audio-Branding im aktuellen Kontext der Marken-Kommunikation.
- Ringe: Audio Branding. Musik als Markenzeichen von Unternehmen
Quelle: pte
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Drucken | 18.12.2007 13:50
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