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Markentreue im Online-Reisemarkt

Strandferien
Online-Buchungen liegen im Trend, Markentreue weniger. (stock.xchng)

Wie das «KMU-Magazin» berichtete, hat eine von Google Deutschland bei Convios Consulting in Auftrag gegebene Studie eine geringe Markentreue in der Online-Reisebranche festgestellt. Die Studie untersuchte das Kundenverhalten und die Präferenzen beim Suchen und Buchen von Reisen im Internet. Der Studie zufolge spielt der Onlinemarkt mit einem jährlichen Buchungsumsatz von 22 Milliarden Euro eine bedeutende Rolle im touristischen Kernmarkt. Eine andere Studie hatte bereits ergeben, dass besonders Senioren immer häufiger online eine Reise buchen.

Die befragten Deutsche suchen acht- bis neunmal im Jahr online nach Ferienreisen. Suchmaschinen sind mit Abstand der häufigste Startpunkt im Such- und Buchungsprozess von Reisen. 47 Prozent gaben an, den Prozess der Reisesuche überwiegend auf Suchmaschinen zu starten – im Jahr zuvor waren es noch 34 Prozent. Die Suchmaschinen spielen jedoch auch bei der Auswahl des Anbieters die wichtigste Rolle, noch vor den Online-Reisebüros oder den Websites der Fluggesellschaften und Hotels. Die Suchmaschinen sind demnach die eigentlichen Reise-Portale, die dank dem hohen Kundenvertrauen (71 Prozent der Kunden vertrauen den Ergebnissen einer Suchmaschine) über eine Buchung entscheiden.

Auf welcher Seite starten sie überwiegend, wenn sie eine Reise suchen?
Startseiten bei der Suche nach Reisen. (Convios/Studie 2007)

Recherche erstreckt sich über sechs Seiten

Im Durchschnitt recherchieren die Nutzer auf sechs Seiten, bevor sie buchen. Im Mittel werden 2.8 Reisebuchungen pro Jahr vorgenommen, bei den ebenfalls untersuchten Briten sind es gar 3.4. Positive Erfahrungen mit der besuchten Website und eine hohe Markenbekanntheit sind neben den Faktoren Preis und Sicherheit entscheidend bei der Kaufentscheidung einer Reise.

Marke entscheidet - trotz geringer Treue

Bei der Auswahl der von der Suchmaschine gefundenen Angebote spielt die Bekanntheit der Marke eine grosse Rolle. 46 Prozent (Deutschland) bzw. 39 Prozent (Grossbritannien) klicken auf die Ergebnisse, in denen eine ihnen bekannte Marke vorkommt. Die Markenbekanntheit spielt auch eine wesentliche Rolle für das Vertrauen der Nutzer in die Informationen. Trotzdem ist die Markentreue gering: Nur 23 Prozent würden sich als treue Stammkunden bezeichnen, 58 Prozent wechseln häufiger den Anbieter und knapp ein Fünftel der Befragten fühlt sich gar keiner Marke verbunden.

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» Drucken 04.11.2008. 10:08

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