Skype macht Blogger mundtot

Jan Geirnaert, ein selbständiger IT-Consultant, der die beiden populären Seiten skype-watch.com und skype-gadgets.com betreibt, wurde letzten Freitag von Skype mundtot gemacht. Die Anwältin von Skype, Seema Sharma, sandte ihm eine E-Mail mit der Androhnung weiterer rechtlicher Schritte, wenn er die Seiten nicht einstelle. Geirnaert reagierte umgehend und nahm beide Seiten, die er seit zwei Jahren intensiv pflegte, vom Netz. Jetzt macht er unter der neuen Adresse VoIP-watch.com (aktuell nicht erreichbar - 403) weiter und ich bin mir sicher, sein Ton wird sich ändern: «Maybe they're getting too 'corporate' to tolerate any criticism», sagte er gegenüber skypejournal.com.

Sharmas Aktion dürfte sich negativ auf die Reputation von Skype auswirken. Geirnaert ist ein aktives Mitglied der Community. Mit einigen wenigen E-Mails hat Sharma das gute Image von Skype wohl zerstört. Natürlich hat Skype ein legitimes Interesse daran, ihre eigene Marke zu schützen. Robert Scoble hat zudem Recht, wenn er meint, dass man keine Domains mit einem Markennamen als Bestandteil wählen sollte. Aber warum gleich mit dem Vorschlaghammer? Und warum erst nach Jahren?

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| Artikel drucken Drucken | 29.04.2007 10:18

m0x on 29.04.2007 16:43

vlt auch nicht immer gleich einstecken. abschreckung funktioniert nur wenn man angst hat. die ist zwar oft genug berechtigt aber sofort einstecken muss man ja nicht.

gis on 29.04.2007 19:03

Ja, Scoble hat ja darauf hingewiesen, dass es elegantere Wege gäbe, um die eigene Marke zu schützen. Aber vielleicht haben sie (Skype) es nur verpasst, frühzeitig zu reagieren: Splenda

Christian on 29.04.2007 20:10

Hallo
Nicht nur Skype bedient sich rechtlicher Schützenhilfe. Wobei, wer eine Marke in seiner URL nutzt muss sich da schon der Gefahr bewusst sein. Ich würde sagen, der Weg war sicher der falsche! Trotzdem müssen wir langsam aber sicher aufpassen, wohin die Richtung geht...

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Michael Gisiger, geboren 1975, ist Digital Immigrant, Marketer und Enterprise 2.0 Evangelist.

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