Klassische Werbung nimmt ab

Die Schweizer Unternehmen verschieben ihre Etats zugunsten direkter Kommunikationsmassnahmen wie Internet, Public Relations und Events weg von der klassischen Werbung. Zu diesem Schluss kommt die Studie «Uniplan LiveTrends 2007», die die Agentur Uniplan in Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl Marketing und Unternehmensführung der Universität Basel druchgeführt hat. Für die Umfrage gaben 295 Marketing- und Kommunikationsverantwortliche führender Schweizer Unternehmen, davon über 35 Prozent auf Leitungsebene, Auskunft über Trends und Entwicklungen der Live Communication auf Messen und bei Events. Die Hälfte der Befragten sind in KMU tätig, 35 Prozent bei Grossunternehmen.

Instrumente wie Messen und Events setzen die befragten Marketingmanager innerhalb des Kundenbeziehungszyklusses besonders dann ein, wenn es darum geht, ein Vertrauensverhältnis zu ihren Kunden aufzubauen, sie zu binden oder sich vom Wettbewerb zu differenzieren. Hier stösst die klassische Werbung, deren Stärke vor allem im Erreichen von Markenbekanntheit liegt, an ihre Grenzen. Die Mehrzahl der Entscheider setzt die klassische Kommunikation daher zu Beginn der Kundenbeziehung ein. Nach Ansicht der Schweizer Manager erhalten die Marken, die Instrumente wie Messen und Events konsequent in ihre Kommunikationsstrategie einbinden, zudem ein unverwechselbares Markenprofil und differenzieren sich dadurch vom Wettbewerb.

Bedeutung der klassischen Werbung nimmt ab

Mangelnde Erfolgsmessung

Der Vor- und Nachbereitung der Massnahmen wird jedoch der Studie zufolge noch eine viel zu geringe Bedeutung beigemessen. Dies gilt vor allem auch für die Erfolgsmessung. Unternehmen investieren hohe Budgets in die eigentlichen Kommunikationsmassnahmen, geben aber nur einen geringen Anteil für deren Monitoring aus. Lediglich ein Drittel der befragten Unternehmen plant bereits bei Projektbeginn eine Messung des Erfolges mit ein. Das Kommunikations-Controlling wird mit Blick auf die Budgets aber immer wichtiger, um einerseits die Wirkung nachzuweisen und andererseits Verbesserungspotenziale offen zu legen.

Quelle: pte

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| Artikel drucken Drucken | 11.10.2007 10:21

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