Euroblog 2007

Auch dieses Jahr wieder führte die «European Public Relations Education and Research Association» (EUPRERA) in Zusammenarbeit mit den Universitäten Luzern, Leipzig und Sunderland die Studie «Euroblog» durch. Der Studie zufolge haben Blogs den Nimbus des Neuen abgestreift und werden nicht mehr anders konsumiert als herkömmliche Websites. Und auch PR-Verantwortliche lesen zunehmend mit.

Für die Studie, die vom 16. bis 18. März am «Euroblog»-Symposium in Gent/Belgien vorgestellt wurde, wurden über 400 PR-Verantwortliche aus 24 Ländern befragt. Jeder zweite der nutzt demnach RSS-Feeds zur Beobachtung von Themen, bei der Vorjahresbefragung war es nur ein Drittel. 20 Prozent der Befragten setzen auf professionelle Monitoring-Services, im Vorjahr waren es lediglich sechs Prozent. Mehr zur Studie 2006 findet sich hier in meinem Vorgängerprojekt zum Wortgefecht.

Key Results: Blogs als frühes Feedback und mangelnde Instrumente

Weblogs, als eines der stärksten Phänomene des «sozialen Webs», böten Unternehmen eine klar akzentuierte Chance: Organisationen, die über Weblogs ihre Umwelt beobachten, erhalten früher als andere ein Feedback auf ihre Aktionen und haben die Chance, authentische und persönliche Beziehungen zu ihren Interessenten aufzubauen. Dadurch können sie auch in Krisenfällen schneller reagieren.

Hemmschuhe für den stärkeren Einsatz von sozialer Software im Bereich PR seien vor allem der diffuse Beleg für den Return-on-Investment von Blogs sowie bislang fehlende standardisierte und vergleichbare Evaluationsinstrumente, die auch mit anderen Messgrössen korreliert werden können. Hinzu komme, dass sich zwar viele PR-Praktiker mit diesem Thema beschäftigen, es ihnen aber häufig an handfester Erfahrung in diesem Bereich mangelt.

Relevante Weblogs für PR-Verantwortliche
Welche Weblogs für PR-Verantwortliche relevant sind (Euroblog 2007)

Interessant ist die Zunahme der Relevanz von Blogs der Konkurrenz (+ 32 Nennungen) und themenspezifischer Blogs (+ 20). Überrascht bin ich etwas von der hohen Nennung bei Bürgerjournalismus-Projekten, die vor einem Jahr noch gar nicht auftauchten. Den Befragten sind sie offenbar ebenso wichtig wie Blogs von Journalisten.

Hier können die Key Results (PDF) und die deutsche Medienmitteilung (PDF) heruntergeladen werden.

Quellen: Euroblog 2007, ECIN

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| Artikel drucken Drucken | 19.03.2007 10:44

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