Berufslügner Pressesprecher?

Wer schon einmal ein zünftiges Medientraining mit Journalisten absolviert hat, der weiss, wie hart der Beruf des Pressesprechers (in der Schweiz und in Österreich nennt sich dieser Beruf meist Mediensprecher) zuweilen sein kann. Auch sonst ist diese Profession nicht zu beneiden, werden sie doch gerne als Berufslügner abgestempelt. Bereits zum zweiten mal nach 2005 haben nun Prof. Dr. Günter Bentele, Lars Grosskurth und René Seidenglanz die Berufsfeldstudie «Profession Pressesprecher 2007» für Deutschland vorgelegt und versuchen so, etwas Licht auf den Berufsstand der Pressesprecher zu werfen.

Demnach ist der durchschnittliche Pressesprecher und Kommunikationsverantwortliche in Deutschland 41 Jahre alt und arbeitet in dreiviertel aller Fälle auf Leitungsebene oder ist direkt der Leitungsebene zugeordnet. Die Zufriedenheit mit ihrem Beruf bestätigten 80 Prozent mit «gut» oder «sehr gut». Ihre Aufgabe verstehen sie weniger als Repräsentant oder Interessenvertreter, sondern mehr als Vermittler. Die Bildung der Sprecher sei sehr gut. Und: Pressesprecher sind zunehmend Frauen. Bei den unter 40-jährigen überwiegen Frauen bereits. Allerdings verdienen sie weniger als Männer und besetzen bislang nur selten Top-Positionen.

Lügen nur «unter bestimmten Vorraussetzungen»

83 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass Pressesprecher zwar nicht lügen dürfen, aber eventuell bestimmte Sachverhalte weglassen können. Sechs Prozent sagen hingegen, dass man unter bestimmten Vorraussetzungen auch lügen darf.

Prof. Bentele lehrt an der Universität Leipzig Öffentlichkeitsarbeit und PR, Grosskurth ist Präsident des «Bundesverbandes deutscher Pressesprecher» (BdP) und Seidenglanz selbständiger Kommunikationsberater. Die Untersuchung erscheint demnächst im Berliner Helios-Verlag in Buchform. Hier der Link zur Ausgabe von 2005.

Quelle: PR-Journal

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» Drucken 17.10.2007 08:08

Liliana on 17.10.2007 10:50

Pressemeldungen schreiben macht Spaß, aber etwas traurig ist es schon, dass man aufpassen muss welche Worte man verwendet, damit man nicht gleich eine wütende Meute vor dem Tor stehen hat ... Gelogen wurde aber nicht ;)

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