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5 Sekunden Kaltakquise

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Newsroom: Hier wird in fünf Sekunden entschieden. (nyt)

Haben sie sich schon mal überlegt, was eigentlich genau passiert, nachdem sie ihre Medienmitteilung oder ihren Pressetext abgeschickt haben? Hans F. Zangerl, Chefredaktor des österreichischen Management-Fachmagazins «Industriemagazins», beschreibt den Ablauf in deutlichen Worten.

«Wir haben mal knallhart nachgerechnet: Pro Jahr erhält jeder einzelne Redakteur unseres Magazins rund 1.000 Pressemitteilungen, täglich läutet bei jedem einzelnen unserer Redakteure rund zehn Mal das Telefon und PR-Agenturen und Presseabteilungen von Unternehmen betreiben dann das, was wir 'thematische Kaltakquise' nennen.»

Dass der redaktionelle Output aus all diesen kommunikativen Bemühungen vergleichsweise gering bleibt, liegt auf der Hand. Nur wenig von dem, was all die PR-Menschen als Story verkaufen wollen, gefällt auch den Redaktoren. Schliesslich wird auf den Redaktionen anders selektiert als auf Agentur- oder Unternehmensseite. Nochmals Zangerl:

«Angesichts der Flut von Pressetexten, die täglich bei uns einlangen, wird binnen fünf Sekunden entschieden, ob sich das Thema einer Aussendung für die redaktionelle Weiterverarbeitung lohnt - oder eben nicht.»

Viel Erfolg bei ihren fünf Sekunden Kaltakquise. Oder noch besser, umgehen sie einfach die Gatekeeper und nutzen sie das Potenzial von sozialen Medien.

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» Drucken 26.03.2008. 10:09

Gerd-E. on 26.03.2008. 18:54

Und wenn die Chance auch nur 1:100 sein sollte, so ist diese wesentlich höher, als beim Lotto-Spiel. Eine gute Telefonakquise-Technik kommt jedem in vielen Situationen zu Nutzen.
Deshalb ist es sicher günstig, sowohl Akquisetechniken zu beherrschen und auch mit sozialen Medien gut umgehen zu können.

EdKa on 27.03.2008. 08:08

Das ist ungefähr genauso lange, wie ein Kunde braucht, um zu entscheiden, ob er auf einen link klickt oder nicht.

gis on 27.03.2008. 08:48

@EdKa:
Völlig richtig ;)

Konstantin Benz on 27.03.2008. 11:10

Trotzdem muss man sich überlegen, ob ein PR-Blog nicht eine sinnvolle Ergänzung zu dem klassischen E-Mail-Versand darstellt. Da entscheidet der Marketing-Chef selber, ob etwas publiziert wird oder nicht und muss nicht als Bittsteller beim Journalisten antraben. Allerdings haben Weblogs (im deutschsprachigen Raum) eine deutlich geringere Reichweite als Massenmedien.

gis on 27.03.2008. 13:00

@Konstantin:
Ich bin der Meinung, dass alles, was über den klassischen Versand von Medienmitteilungen hinaus geht, ein Mehr an Aufmerksamkeit erzeugt. Bei Blogs muss man allerdings aufpassen, dass nicht einfach nur PR-Geschwurbel verbreitet wird, sondern dass die Inhalte authentisch sind. Also besser mal den IT-Crack, der schon seit Jahren bloggt, oder die Spezialistin aus dem IR, die gerne mit Kunden über das Unternehmen kommuniziert, ranlassen.

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