Von Zwängen und Selbstbildern
Der «Deutsche Fachjournalisten Verband» (DFJV) hat bekanntlich ein Thesenpapier zum Thema «Weblogs und Journalismus» veröffentlicht (hier das PDF). Neben dem üblichen Journalisten-Gedöns zum Thema fand ich in dem Papier auch die folgende, sechste These:
«Blogs sind frei von den wirtschaftlichen und hierarchischen Zwängen des Verlagsbetriebs und verfolgen in der Regel keine kommerziellen Interessen. Damit bieten sie den nötigen Freiraum, um als kreativer Ideengeber für die klassischen Medien dienen zu können.»
Heisst das nun im Umkehrschluss, dass Journalisten wegen den herrschenden «wirtschaftlichen und hierarchischen Zwängen des Verlagsbetriebs» nur (noch) Erfüllungsgehilfen der «kommerziellen Interessen» ihrer Verlage sind und man daher getrost ihre ach so selbstgefällige «Gate-Keeper-Funktion» (These 4) endgültig ad acta legen kann?
Papier ist geduldig - auch in Zeiten von PDF...
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Drucken | 15.10.2007 19:46
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