
Das offizielle Malaysia hat ein Problem mit der Opposition - vorallem mit dem im Internet aktiven Teil der Opposition. Der Premierminister Abdullah Ahmad Badawi hat in diesem Jahr bereits seine Bürger beschuldigt, im Internet nur Gerüchte zu verbreiten. Die regierungstreue Zeitung "New Straits Times Press" geht derzeit gerichtlich gegen zwei Blogger wegen Diffamierung vor.
Die Medien im Land stehen unter gehörigem Druck der Regierung, was immer mehr Malayen dazu bewegt, politische Diskussionen im Internet zu führen. Besonders Blogs haben in den letzten Monaten unzählige Male über die Korruption der Regierung berichtet. Vereinzelt sind diese Vorwürfe sogar von den etablierten Medien aufgegriffen worden.
Dies hat nun den malayischen "Informationsminister" Zainuddin Maidin veranlasst, deutliche Worte zu sprechen: Die meisten Internetseiten seien nur auf Provokation aus und würden von frustrierten Journalisten geschrieben.
"Do not quote them because you are disgracing yourself as you are the authority. Do not give credit to such anarchist websites. [...] The information posted on the blog website may be something provocative, politically motivated, inaccurate and is mostly rumour floated for the interests of certain parties."
Da stellt sich dem unbeteiligten Beobachter eine Frage: Ist denn die Berichterstattung der staatlich genehmen Presse nicht auch politisch motiviert und im Interesse bestimmter Parteien? Von Gerüchten, Halb- und Unwahrheiten über die Opposition ganz zu schweigen?
» Drucken 24.03.2007. 07:56
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