Crowdsourcing in England

Die englische Verlagsgruppe Trinity Mirror hat ein erstes Crowdsourcing-Experiment im Journalismus gestartet. Ein Pilot des Projekts mit dem Namen «Make The News» läuft derzeit bei der «Liverpool Daily Post», einer der Lokalzeitungen des Verlags. Mit der Hilfe von Lesern, die sich durch bestimmte spezialisierte Kenntnisse zu einem Thema auszeichnen, sollen in der nächsten Zeit eine unbestimmte Anzahl von Beiträgen für das Lokalblatt entstehen. Sollte der Pilot erfolgreich verlaufen, will der Verlag das Projekt auf weitere seiner Titel ausdehnen.
Neil Benson, dem Chef der Lokaltitel bei Trinity, möchte damit erreichen, dass seine Journalisten nicht mehr das Gefühl haben, sie müssten alles selber erledigen. Vielmehr sieht er ihre Rolle ähnlich der eines Radioproduzenten, der sein Programm aus verschiedensten Quellen zusammensetzt. Das grösste Hindernis seien laut Benson dabei einige der Journalisten, die nicht akzeptieren könnten, dass fremde Inputs ebenso wichtig wenn nicht sogar wichtiger sein könnten als ihre eigenen Texte. Um ihre Mitarbeiter fit zu machen für das Internet ist Trinity zudem eine Partnerschaft eingegangen mit der University of Central Lancashire. Die Universität übernimmt dabei die Ausbildung im Bereich Multimedia.
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Drucken | 01.11.2007 15:44
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