
Kai, japanisch für «Veränderung, Wandel» und Zen für «zum Besseren» ergeben zusammen Kaizen. Unter diesem Namen kennt man auch bei uns die japanische Denkweise, die alles darauf ausrichtet, Abläufe, Tätigkeiten und Produkte zu verbessern. Nicht sofort, auf einen Schlag, sondern permanent in kleinen Schritten.
Kaizen ist die «permanente nicht endende Folge von kleinen Verbesserungen aller betrieblichen Elemente unter Einbeziehung aller Mitarbeiter, Führungskräfte und der Geschäftsleitung." (fbma.de) Im Gegensatz zu anderen Managementkonzepten wie TQM (Total Quality Management), Business Reengineering oder Lean-Management setzt Kaizen nicht bei der Prozessorientierung an, sondern bei den Mitarbeitern und setzt sich zusammen aus vielen kleinen Schritten. Kaizen betont den Menschen und sein kreatives Potential zur Problemlösung. Es erfolgen also kaum Investitionen in Technologien, sondern in das «Humankapital». «Ausgaben für Personal, insbesondere für Aus- und Weiterbildung stellen demnach weniger einen Kostenfaktor als vielmehr eine Investition in die Zukunft dar. Denn gut qualifizierte und lernfähige Mitarbeiter, die für Veränderungen offen sind und diese mittragen, bilden den Grundstein für den Erfolg von Kaizen und dadurch für den Erfolg des Unternehmens in der Zukunft.» (fbma.de)

Der Kaizen-Schirm nach Kamiske/Brauer 1995 (tu-chemnitz.de)
Quelle: de.wikibooks.org
Es geht vor allem darum, Standardabläufe (best practices) umzusetzen und zu leben, Fehlererkennung und -beseitigung in den Prozess einzubauen und - ganz wichtig - Überflüssiges (Zeitfresser) zu erkennen und zu eliminieren. In der Produktion heisst dies zum Beispiel, dass alle benötigten Werkzeuge und Materialien griffbereit sind, um so unnötige Wege zu sparen.
Folgerichtig ist die punktgenaue Lieferung von Rohstoffen bzw. Produkten mit der geforderten Qualität in der richtigen Menge (und auch Verpackung) zum Zeitpunkt, an welchem sie tatsächlich gebraucht werden, am richtigen Ort, also das sogennante Just in Time-Verfahren, eines der wichtigsten Werkzeuge des Kaizen.
Kaizen identifiziert sieben Faktoren der Verschwendung, die es zu vermeiden gilt: Überproduktion, Bestände, Transport, Wartezeiten, aufwendige Prozesse, Bewegung und Fehler. Um diese Faktoren eliminieren zu können, sollte ein Arbeitsplatz sauber, sicher und standardisiert sein. Kaizen kennt dazu die 6S-Bewegungen:
Quelle: Wikipedia DE
Die Methode des Kaizen lässt sich übrigens auch persönlich anwenden. Siehe dazu den hervorragenden Artikel von Jason Thomas im Lifehacker-Blog.
» Drucken 07.01.2008. 14:04
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