Jason Epstein hat eine Vision: Den Druck von Büchern auf Verlangen vor Ort. Zu diesem Zweck hat er die On Demand Books LLC. gegründet, die an der so genannten «Espresso Book Machine» arbeitet, die genau diese Vision realisieren soll. Am letzten Mittwoch nun wurde einer der ersten drei Prototypen in der New York Public Library vorgeführt. Darüber berichtete unter anderem auch die «New York Times». Die Druckmaschine kann derzeit 15 bis 20 Taschenbücher in «Bibliotheksqualität» pro Stunde herstellen. Je ein weiterer Prototyp stehen im World Bank Info Shop in New York und der Bibliothek in Alexandria in Aegypten.
Der Begriff Books on Demand macht nicht erst seit der Gründung der gleichnamigen Firma, die den Long Tail im Buchmarkt damit für sich entdeckt hat, es jedermann zu ermöglichen, Bücher in Klein- udn Kleinstauflagen herzustellen, Schlagzeilen. Die neue Druckmaschine geht nun noch einen Schritt weiter. Jedes Buch wird erst dann gedruckt, wenn es auch wirklich gekauft wird. Bislang verschwenden Verlage weltweit Unsummen an Geld, Unmengen von Energie und ganze Wälder für den Druck und den Transport von Büchern, die im Endeffekt gar nicht gekauft und schliesslich zurückgenommen und eingestampft werden müssen. Mit der «Espresso Book Machine» könnte sich alles ändern. Der Kunde geht in die Buchhandlung (oder den Online-Shop) und bestellt sein Buch. Eine Viertelstunde später kann er es mitnehmen oder es wird verschickt.
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Eine solche Maschine wäre meiner Meinung nach auch keine Bedrohung für den klassischen Buchhandel. Im Gegenteil - was man alles der Kundschaft während ihrer Wartezeit andrehen könnte: überteuerte Caffé Latte, Gebäck und so weiter.
» Drucken 08.08.2007. 09:50
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