Death By PowerPoint
Allen, denen es angesichts der Folienschlachten so ähnlich geht wie mir, kann jetzt versichert werden: «The use of the PowerPoint presentation has been a disaster. It should be ditched.» Eine Studie der australischen Universität New South Wales von Prof. John Sweller (Pädagogik) belegt, dass der herkömmliche Gebrauch von PowerPoint mehr oder weniger nutzlos ist.
Das menschliche Gehirn kann nur eine limitierte Anzahl an Informationen aufnehmen und sinnvoll verarbeiten. Die gleichzeitige verbale und visuelle Präsentation derselben Information - also das typische Ablesen des Texts auf einem Slide - überfordert laut Sweller das Gehirn. «Es ist effektiv, über ein Diagramm zu sprechen», so Sweller im «Sydney Morning Herald», «weil die Information so auf verschiedene Weise präsentiert wird. Aber es ist nicht effektiv, dieselben Worte zu referieren, die auch geschrieben sind. Dies überlädt das Gehirn und senkt die Fähigkeit, das Präsentierte zu verstehen.» Seine «Cognitive Load Theory» besagt, dass das Gedächtnis für eine Zeitspanne von wenigen Sekunden zwei bis drei Informationen gleichzeitig verarbeiten kann. Sobald es mehr werden, beginnt der Informationsverlust.
Weiterführende Links
- Artikel im «Sydney Morning Herald»
- Artikel im «The Register»
- Abstract von Prof. Swellers Studie (PDF)
- Edward Tufte: The Cognitive Style of PowerPoint: Pitching Out Corrupts Within
(Tufte ist emeritierter Prof. in Yale)
- Matthias Pöhm: Präsentieren Sie noch oder faszinieren Sie schon? Der Irrtum Powerpoint
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Drucken | 15.04.2007 11:43
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