Social Sentry: Big Brother am Arbeitsplatz

Das eigentlich auf die Sicherheit von Microsoft Exchange-Servern spezialisierte Unternehmen Teneros hat jüngst mit Social Sentry eine Software-as-a-Service (SaaS) gestartet, die es den Arbeitgebern erlaubt, das Verhalten ihrer Angestellten bei Facebook und Co. gegen zu überwachen. Für eine monatliche Gebühr zwischen zwei bis acht Dollar. Was genau überwacht wird, ist Sache des Auftraggebers. Teneros betont, man stelle lediglich die Technologie und Software zur Verfügung.
Tatsächlich eröffnet Social Sentry eine neue Dimension der Überwachung. Zwar ist ein Grossteil der Information in Social Networks ohnehin öffentliche einsehbar, alleine die Masse der Daten ermöglicht jedoch einen Rest Privatsphäre. Durch die Automatisierung der Beobachtung und Auswertung ist auch diese Hürde kleiner geworden.
Natürlich ist die Rechtslage in den USA nicht diesselbe wie hier und auch die Unternehmenskultur ist im angelsächsischen Raum deutlicher auf political correctness ausgerichtet - aber auf Angestellte könnten künftig wegen unüberlegten Äusserungen, politischen Ansichten oder auch nur geschmacklosen Witzen schwerwiegende Konsequenzen zukommen: leichtfertige Äusserungen auf scheinbar informellen Plattformen werden künftig noch gravierendere berufliche Konsequenzen haben. Der Staat liest ja bereits schon mit ...
Quellen: gulli, pte
|
Drucken | 07.04.2010 17:11
Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert.


Das Wiki befasst sich mit Social Media und deren Einfluss auf PR, Marketing und traditionelle Medien.
Kommentar schreiben