Fakten zum Medienkonsum

Klassische Medieninhalte im Internet zu konsumieren wird immer beliebter. Aber: Zwischen erfahrenen Netizens und dem grossen Rest klaffen noch grosse Unterschiede. Die etablierten Verhaltensmuster beim Medienkonsum ändern sich nur langsam. Dies zeigt das aktuelle DigitalBarometer (PDF) Januar 2010 von tns-emnid. Immerhin, in der Altersgruppe der 14- bis 49-Jährigen geben nur noch elf Prozent an, kein Internet zu nutzen.
Bei den Nutzungsmotiven für Internet dominieren nach wie vor die Angaben "Informationsquelle", "Kommunikation" (E-Mail und Social Media) sowie "Einkäufe". Für 50 Prozent der Internetnutzer ist jedoch auch das Motiv "Medieninhalte online zu nutzen" entscheidend (bei Männern und den 14- bis 29-Jährigen ist dieses Motiv sogar etwas stärker ausgeprägt als bei Frauen und den Älteren).
Print-Angebote dominieren weiterhin
Spannend wird es, wenn es darum geht, welche klassischen Medieninhalte online konsumiert werden. Zeitungen schwingen da oben aus, gefolgt von Nachrichten-Clips und Kurzbeiträgen. Zeitschriften stehen an dritter Stelle. Erst dann folgen asynchrones Schauen von Fernsehsendungen (zeitversetztes Schauen mittels Streaming oder Download). Zuhinterst rangiert schliesslich synchrones TV im Netz.

Die Zahl der Online-Zuschauer von klassischen Medieninhalten steigt langsam: Neun Prozent schauen sich bereits mehrmals pro Woche TV-Inhalte auf dem Rechner an, weitere neun Prozent tun dies mindestens einmal pro Woche. Dennoch: 73 Prozent der Befragten nutzen TV-Angebote im Internet überhaupt nicht. Bei längeren Video-Inhalten ist das TV-Gerät also nach wie vor erste Wahl. Unterhaltung, Familienerlebnis und Zeitvertreib sind nach wie vor die stärksten Beweggründe, klassisch fernzusehen. Am Computerbildschirm können diese Bedürfnisse offenbar (noch) nicht voll befriedigt werden. Aber auch hier ist die Nutzung bei den Jüngeren und Männern grösser als bei den Älteren und Frauen.
Digitale Verwerfungen
Eine Folge daraus scheint zu sein, dass sich Frauen und Ältere im Allgemeinen über das Thema Medienkonvergenz schlechter informiert fühlen als Männer: 38 Prozent der Befragten wissen zumindest, dass es klassische Medieninhalte im Netz gibt; 34 Prozent gaben an, über dieses Thema nur wenig zu wissen und 14 Prozent waren TV-Inhalte im Netz völlig unbekannt.

Es existiert also neben dem Graben zwischen Jung und Alt auch weiterhin ein Digital Divide zwischen den Geschlechtern. Andere Untersuchungen haben nämlich ergeben, dass Männer mehr nutzergenerierte Inhalte erstellen als Frauen oder dass Jüngere im Web 2.0 generell mehr Inhalte erstellen als die Älteren.
Quellen: tns, ecin
Bildquellen: freedomlab.org und tns
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Drucken | 01.02.2010 17:50
Hans-Peter on 03.11.2010 13:32
Ich finde es langweilig!
ich könnte auch auf medien verzichten, WILL ICH ABER NICHT!!!!!
(bitte keine zünischen antworten)


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