Cisco Security Report 2009

Wie jedes Jahr hat Cisco kürzlich den Jahresbericht zur globalen Lage der IT-Sicherheit, den "Cisco 2009 Annual Security Report" (PDF), veröffentlicht. Der Bericht zeigt erstmals, welche Auswirkungen die sozialen Medien, vor allem Social Networks, auf die Sicherheit im Web haben und befasst sich insbesondere mit dem Faktor Mensch als Sicherheitsrisiko. Weiter im Bericht: Spam-Statistiken, Sicherheit in der Cloud und der Cybercrime Return on Investment (CROI).
Social Media erfuhr 2009 ein explosionsartiges Wachstum. Alleine Facebook verdreifachte im Laufe des Jahres seine aktive Nutzerbasis auf 350 Millionen. Auch 2010 wird die Nutzung von Social Media mehr und mehr zunehmen, da immer mehr Unternehmen den Wert von sozialen Netzwerken erkennen. Soziale Netzwerke werden dadurch jedoch auch immer stärker zu einem Spielplatz für Cyber-Kriminelle. Nutzer dieser Netzwerke haben grosses Vertrauen zu den Mitgliedern ihrer Communities und treffen oft keinerlei Vorsichtsmassnahmen um die Ausbreitung von Malware und Viren zu verhindern. Der Sicherheitsbericht von Cisco enthält daher erstmals Informationen über die Kombination von schlechtem Nutzerverhalten, potenziellen Schwachstellen und veralteter Software. Diese Kombination kann sich verheerend auf die Netzwerksicherheit auswirken und das Risiko von Angriffen drastisch erhöhen.
Soziale Medien: Wir sind das Problem
Mit den fliessenden Grenzen von Social Media für die Nutzung im Business- und Privat-Bereich wird das Risiko von Störungen bei der Netzwerksicherheit enorm erhöht. Dabei ist oft der Mensch der grösste Risiko-Faktor, nicht die Technologie. Bei fehlendem Erkennen von Sicherheitsbedrohungen werden wir durch unsere natürlichen Instinkte dazu verleitet, unseren 'Freunden' in Social-Media-Netzwerken zu vertrauen und machen so unsere Heimcomputer und die Unternehmens-Netzwerke für Malware frei zugänglich. Der Nutzen von Social Media wird von immer mehr Unternehmen erkannt. Jedoch müssen diese Unternehmen auch verstärkt auf die Fortbildung ihrer Mitarbeiter achten um zu verhindern, dass vertrauliche Daten über diese Medien nach aussen gelangen und um einen verantwortungsvollen Umgang sicher zu stellen.
Spam-Statistiken - Brasilien neu die Nummer eins
Cisco erwartet 2010 einen Anstieg der Spam-Mails um 30 bis 40 Prozent im Vergleich zu den Zahlen aus 2009. Darüber hinaus zeigt der Report, dass in den USA und anderen Wirtschaftsnationen, beispielsweise in der Europäischen Union, die Anzahl der Spammer sinkt. Gleichzeitig verdeutlicht der Report, dass insbesondere jene Länder, bei denen gerade der Ausbau von Breitbandtechnologien beginnt, zu einer wachsenden Quelle von Spam werden. Die USA sind damit nicht mehr die Nummer eins unter den Spam-Versendern. Im Jahr 2009 ging dieser Platz an Brasilien.
Sicherheit in der Cloud
Ein neues Sicherheitsverständnis entwickelt sich derzeit auch durch das Thema Cloud Computing. Noch vor zehn Jahren war es für Unternehmen undenkbar, sensible Geschäftsdaten ausserhalb der eigenen Firewall abzulegen. Viele Anwender sind derzeit gegenüber Cloud Computing so vertrauensvoll geworden, dass sie nicht darauf achten, wie sicher ihre sensiblen Daten gehostet und wie gut sie geschützt werden. Der Annual Security Report 2009 empfiehlt Unternehmen und Organisationen, die Sicherheitsmassnahmen bei Anbietern für Cloud Computing gründlich zu klären.
Cybercrime Return on Investment (CROI)
Neue Cybercrime Return on Investment (CROI) Matrix von Cisco: Erstmals enthält der Security Report eine CROI Matrix, welche analysiert und prognostiziert, welche Formen der Internetkriminalität im nächsten Jahr die "Gewinner" und "Verlierer" sein werden. Als Grundlage dient die BCG-Matrix:

Quellen: cisco, pte
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Drucken | 23.12.2009 17:30
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