Zittrain: Future of the Internet
In «The Future of the Internet» zeigt Jonathan Zittrain eine mögliche Zukunft des Internets und erläutert, wie das Web den Aufstieg vom einstigen Mauerblümchen der ersten Jahre zu einem der wichtigsten Medien der heutigen Zeit geschafft hat. Der Schlüssel zum Erfolg sind laut Zittrain dabei vor allem die kontinuierlich und völlig unabhängig erstellten Inhalte, die Nutzer des Internets jeden Tag online stellen. Geräte wie iPods, iPhones oder Spielkonsolen würden aber eine völlig neue Ausrichtung des Webs darstellen, die durch die strengen Vorgaben der Hersteller den Anwender in seiner Kreativität hemmen. Sie würden zwar das Internet für ihre Zwecke nutzen, könnten von den Usern jedoch nicht beliebig verändert werden. Auch die zentral angelegten sozialen Netzwerke wie Facebook oder MySpace seien in dieser Hinsicht gefährlich, weil deren Eigentümer die Aktivitäten ihrer Nutzer jederzeit überwachen könnten.
» Kommentare (0) | 10.06.2008 14:07
Gillin: The New Influencers
Dieses Buch stellt eine ideale Einführung in das Thema Social Media dar. Gillin liefert in «The New Influencers: A Marketer’s Guide to the New Social Media» ausgezeichnete Beispiele und Ratschläge für alle, die ihr Unternehmen oder ihre Organisation für soziale Medien sensiblisieren wollen. Es eignet sich daher bestens auch für Einsteiger.
Der Fokus liegt dabei nicht nur auf einigen wenigen Beispielen aus der Praxis. Vielmehr diskutiert das Buch breit, wie Social Media und das Web allgemein die Welt des Marketing verändern. Neben den üblichen Formaten wie Blogs oder Podcasts werden zum Beispiel auch Themen wie Viral marketing mit Videos angeschnitten. Zudem stellt Gillin in mehreren ausführlichen Portraits auch einzelne herausragende Vertreter der (amerikanischen) «Szene» vor. So zum Beispiel Peter Rojas, Gründer von Gizmondo und Engadget, oder Michael Arrington von TechCrunch. Eine ausführliche Liste findet sich hier auf der Seite zum Buch.
» Kommentare (0) | 12.02.2008 09:32
Pfeifer: Klick

Dieses Buch beruhigt das Gewissen. Wen bisher das Gefühl beschlich, er müsse von Zeit zu Zeit den PC abstellen, um seine Zeit sinnvoll zu verbringen, dem liefert David Pfeifer in seinem Buch entlastende Argumente. Der Autor will den beständigen Warnrufen gegen neue Medien etwas entgegensetzen.
In seinem Bucht bringt Pfeifer nicht nur altbekannte Argumente, wie dass es zu jeder Zeit und für jedes Medium zahlreiche Kulturpessimisten gegeben habe, die den Untergang des Abendlandes nahen sahen, ins Spiel. Er deckt auch neue positive Seiten auf. Natürlich widert es auch Pfeifer an, einen «Schwachdenker namens Zlatko» im Big Brother Container zu sehen, wie er zum ersten Mal von Shakespeare hört. Aber sei das wirklich dümmer, so die rhetorische Frage des Autors, als «Traumschiff» oder «Mainz, wie es singt und lacht»?
» Kommentare (0) | 07.06.2007 11:12
Kummer: Blow Up
Der Schweizer Tom Kummer fälschte jahrelang Star-Interviews. Jetzt lehrt er die Reichen in Santa Monica Tennis und erzählt in «Blow up» seine (wahre) Geschichte. Er hat sie ja tatsächlich alle getroffen. Er hörte sich die Geschichten von Sharon Stone und Nicholas Cage an. Die aber schienen ihm irgendwie zu wenig spannend, zu wenig abgedreht. Also legte er ihnen Antworten auf Fragen in den Mund, die er ihnen gar nicht gestellt hatte. Die Medien flogen prompt auf diese spektakulären Interviews. Alle druckten sie seine «Interviews», so auch die Magazine der «Süddeutschen» oder des «Tagesanzeigers». Damals, Ende der 1990er. Bis er schliesslich aufflog.
» Kommentare (0) | 14.05.2007 10:04


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