Spin the News
Wie könnte es auch anders sein, als dass auch Zimmermann in seiner aktuellen «Weltwoche»-Kolumne das Thema Roschacher/Blocher/GPK aufgreift. Er benützt dieses Ereignis - je nach Einschätzung eine Staatskrise oder ein Sturm im Wasserglas - als Aufhänger «für etwas Medienkunde zum Thema News». Laut Zimmermann unterscheiden Newsredaktionen grundsätzlich zwischen zwei Vermittlungsformen: «Nachrichten» und «Geschichten».
«Nachrichten sind sachorientiert, bringen die wichtigen Fakten und sind eher emotionslos - also uninteressant. Geschichten sind personenorientiert, unterschlagen missliebige Fakten und sind emotionell - also interessant.»
» Kommentare (0) | 14.09.2007 08:17
Vertrauenswürdige Zeitung
Obwohl beinahe täglich Zeitungen sterben, fühlt sich Zimmermann in seiner aktuellen Kolumne dazu berufen, doch einen Nachruf auf einen kürzlich zum letzten Mal erschienenen Printtitel zu schreiben: die «Weekly World News». Das vollständig in Schwarz/Weiss gehaltene Boulevardblatt aus den USA, welches sich selbst als die «einzige verlässliche Zeitung der Welt» betitelte, erschien am 27. August zum letzten Mal:
«Wenn man schon einen Nekrolog auf eine Zeitung oder Zeitschrift schreibt, dann muss es eine ganz aussergewöhnliche Zeitung oder Zeitschrift sein. Das ist heute der Fall. Wir wollen uns gemeinsam erheben und der zauberhaften Weekly World News gedenken. Sie wurde knapp 30-jährig.»
» Kommentare (0) | 06.09.2007 08:44
Tages-Anzeiger vs. NZZ
In seiner aktuellen Medien-Kolumne unternimmt Zimmermann den Versuch, die wichtigsten Schweizer Tageszeitungen anhand ihrer Kommentare zu fünf aktuellen Themen (die Coop-Carrefour-Transaktion, die Klimapolitik von Bundesrat Moritz Leuenberger, die Frage des persönlichen Waffenbesitzes, die Von-Roll-Übernahme sowie die Diskussion um Steuer- und Standortwettbewerb) politisch auf einer Skala von etatistisch (staatsgläubig) bis liberal einzuordnen.
«Wir wollen heute die Frage angehen, wie staatsgläubig unsere Presse ist. Wir haben dazu die Kommentare der grossen Tageszeitungen auf ihren Grad an Etatismus oder Liberalismus untersucht. [...] Wir haben die einzelnen Kommentare auf einer Etatismus-Skala von 0 bis 100 bewertet und können also die Tendenz der Blätter recht präzise einschätzen. Auf der Liste fehlt nur die Berner Zeitung, weil sie auch zu wichtigen Debatten keine Kommentare schreibt.»
» Kommentare (0) | 30.08.2007 12:25
Wittwenschüttler Finsterwald
Die heutige «Weltwoche»-Kolumne ist, in ihrer Art, eine Hommage an den klassischen Boulevard. Zimmermann stellt uns zunächst in der Person von Fritz Finsterwald - Polizeireporter der ersten Stunde des «Blicks» - das Phänomen des «Witwenschüttlers» vor:
«Der Witwenschüttler ist ein Rückgrat des Boulevards. Seine Aufgabe besteht darin, die trauernde Gattin von Mordopfern, Unfalltoten oder Selbstmördern aufzusuchen. Der Witwenschüttler verwickelt die trauernde Gattin in ein einfühlsames Gespräch. Das Gespräch dauert so lange, bis die Witwe eine Fotografie des Toten herausgerückt hat. Dann macht sich der Schüttler aus dem Staub.»
Finsterwald gelang sein Meisterstück in den 1960er-Jahren. Damals überredete er einen Mörder, sich der Polizei zu stellen.
» Kommentare (0) | 16.08.2007 16:38


Das Wiki befasst sich mit Social Media und deren Einfluss auf PR, Marketing und traditionelle Medien.