NZZ Medienbeilage vom 09.03.07
Die in dieser Form vorläufig letzte Medien und Informatik Beilage der «NZZ» widmet sich unter anderem den folgenden Themen:
Was Bürgerjournalismus leistet
ras. berichtet vom European Newspaper Congress in Wien, wo die Vertreter der MSM aus ihrer Sicht eine Bilanz zum Thema Bürgerjournalismus zogen.
Die «Tessiner Zeitung»
set. portraitiert die «Tessiner Zeitung», die seit bald 100 Jahren in deutscher Sprache ausschliesslich über das politische und kulturelle Leben in der italienischen Schweiz berichtet.
Weitere Themen
+++ Vom E-Learning zum «Blended Learning» an der Uni Zürich +++ BBC und YouTube +++ Die «SZ» weiter in Familienbesitz +++ Studie zu TV-Wirtschaftsberichten +++ Trauriger Rekord: Videojournalist Josh Wolf ist seit fast 200 Tagen inhaftiert
Filmkritiken vom 09.03.07
+++ «Music and Lyrics» von Marc Lawrence +++ «Azul oscuro casi negro» von Daniel Sánchez Arévalo +++ «Ostrow - Die Insel» von Pawel Lungin +++ «Pingpong» von Matthias Luthardt
Ab der kommenden Woche erscheinen die Themen Informatik und Medien getrennt. Dem Medienjournalismus steht weiterhin am Freitag eine Seite zur Verfügung, Informatikthemen werden zukünftig mittwochs unter der Rubrik «Forschung und Technik» abgehandelt. Dem Bereich consumer electronics wird jeweils dienstags eine eigene Rubrik «Mobil-Digital» gewidmet sein. Dies ist alles Teil der «sanften Renovation» der alten Tante aus Zürich.
» Kommentare (0) | 09.03.2007 13:53
Jämmerliche Schweizer Verleger
Nüchtern und polemisch zugleich rechnet Kurt W. Zimmermann diese Woche in der «Weltwoche» mit den Schweizern Verlegern ab. In der Schweiz kontrollieren die Verleger nicht nur den Zeitungs- und Zeitschriftenmarkt, sondern auch den Markt der Regional-TV und -Radios. Kommerziell sind sie jedoch mit letzteren nicht gerade erfolgreich: Nur gerade 3.5 % des Radiowerbemarkts. Darum haben sie nun die Vermarktung ausgerechnet an die staatliche SRG delegiert.
Hier beginnt das Sündenregister der Verleger:
«Es ist entsetzlich, welch jammervolle Rolle die Schweizer Verleger einmal mehr spielen. Einmal mehr verkaufen sie für ein paar lächerliche Millionen ihre Seele. Schweizer Verleger würden auch ihre Grossmutter an den Teufel verschachern, wenn ihnen dafür ein paar Batzen im Kasten klingen würden. Unternehmer zu sein, ist eine Haltung. Diese Haltung geht den Medienhäusern völlig ab. Es ist entsetzlich, wie die Verleger mit klebrigen Fingern nach staatlichen Geldern und Geschenken greifen. Sie nennen sich Unternehmer, in Wirklichkeit aber sind sie Kleinkrämer ohne jede unternehmerische Statur, Ethik und Ehre.»
In der Tat, es ist in der Schweiz wirklich jämmerlich, wie die privaten Medienhäuser am Tropf des Staates hängen. Gebührensplitting, subventionierte Zustellung und vieles mehr. Dass dies auch medienpolitisch bedenklich ist, wollen wir ausnahmsweise Aussen vor lassen. Zimmermann zieht Bilanz:
«Wenn wir zusammenrechnen, streichen die stolzen Schweizer Verleger rund 320 Millionen Franken pro Jahr an staatlichen Geldern ein. Ohne diese 320 Millionen bliebe ihnen unter dem Strich nicht viel. Freie Marktwirtschaft sagen sie dem.»
+++ Nachtrag vom 09.03.07.
Offenbar interessieren sich doch noch einige Leute für die «Brandreden» in der «Weltwoche» (siehe Kommentare): Heute erschien im persoenlich.com-Newsletter ein Interview zum Thema mit Kurt. W. Zimmermann, nachzulesen hier.
Übrigens, nur so als Randnotiz: Die Kolumne ist auch ein gutes Beispiel für die Selbstbezogenheit des Mainstream-Journalismus. Man schreibe über sich selbst - also die Medien - und bringt sich selber ins Gespräch. Funktioniert natürlich auch blendend in der Blogosphäre...
» Kommentare (2) | 08.03.2007 00:34
Die Zukunft des Radios

Nordmende Elektra SK (stock.xchng)
Wie immer am ersten Montag eines Monats liegt auch heute der «NZZ» das neue «NZZ Folio» bei. Diesen Monat befasst sich das Magazin mit dem Thema Radio. Hier sei ein kurzer Hinweis auf die interessantesten Beiträge gestattet:
+++ Peter Glaser befasst sich mit den neuen Techniken und Möglichkeiten des Radios im Internet. +++ Auf unterhaltsame Art und Weise umreisst Karl Lüönd die Geschichte der Piratensender in der Schweiz. +++ Diskussionsrunde mit Walter Rüegg, Direktor von Radio DRS; Jürg Bachmann, Geschäftsführer von Radio Energy Zürich; Michael Breidenbrücker, Internetradiopionier (last.fm). +++ Anhören! - Eine Sammlung skurriler, eigenartiger oder unkonventioneller Sendungen, die auch online hörbar sind.
Bebildert ist das Folio mit einer Sammlung von Radiogeräten aus den letzten 100 Jahren. Die meisten Bilder stammen aus dem virtuellen Radiomuseum von Ernst Erb.
Passend zum Thema können übrigens seit dieser Ausgabe die Artikel des Folios auch bei Audible zum Hören kostenpflichtig heruntergeladen werden.
» Kommentare (0) | 05.03.2007 12:53
NZZ Medienbeilage vom 02.03.07
Die heutige Medien und Informatik-Beilage der «NZZ» widmet sich unter anderen den folgenden Themen:
Freie Presse im Armenhaus Afrikas
René Grossenbacher und Ulrich Saxer über die erstaunliche Pressevielfalt und -freiheit in Benin, einem der ärmsten Länder Afrikas.
Radio als wichtigstes Medium in Mali
ark. berichtet über private Radiostationen in Mali, wo die Presse unter anderem wegen des Analphabetismus in einer Krise steckt.
Weitere Themen
+++ Rekonstruktion des ersten elektronischen Rechners +++ Neue Digitalkameras an der Fotomesse PMA +++ Kein Sonntagsblatt von Springer in Hamburg +++ Studie zum TV-Konsum +++ «Le Monde» weiter defizitär +++ «NZZ Folio» jetzt auch als Podcast
Filmkritiken vom 02.03.07
+++ «En la cama» von Matías Bize +++ «The Good German» von Steven Soderbergh +++ «El custodio» von Rodrigo Moreno +++ «Ten Canoes» von Rolf de Heer
» Kommentare (0) | 02.03.2007 10:37


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