Symbian quelloffen - und nun?

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Die Symbian Foundation hatte letzte Woche bekannt gegeben, dass Symbian ab sofort komplett quelloffen zur Verfügung steht. Damit ist der Mitte 2008 begonnene Weg des ehemals proprietären Smartphone-Betriebssystems hin zur Open Source-Plattform - laut eigenen Angaben übrigens das bislang umfangreichste Projekt dieser Art - vier Monate früher als ursprünglich geplant abgeschlossen. Die neue Offenheit soll ein höheres Innovationspotenzial und kürzere Produkteinführungszeiten bedeuten - angesichts erodierender Verkaufszahlen von Nokia, auf dessen Geräten Symbian hauptsächlich läuft, auch bitter nötig.

Entwickler können nun völlig frei und kostenlos mit der Symbian-Plattform arbeiten. Gleichzeitig mit der endgültigen Öffnung des Betriebssystems verspricht die Symbian Foundation auch völlige Transparenz bezüglich der weiteren Pläne für Symbian. Dazu zählt die Veröffentlichung einer Plattform-Roadmap und geplanter Features bis inklusive 2011. Diese Pläne könne nun jeder beeinflussen und neue Features beisteuern, so die Symbian Foundation.

Video: Chris Davidson über Symbian (4:29)

Insgesamt sind nun 40 Millionen Zeilen Symbian-Quellcode offen und auf der Symbian-Entwickler-Seite über 148 Pakete herunterladbar. Zusätzlich werden passende Software- und Geräteentwicklertools angeboten, um die Entwicklung auch für die aktuellste Betriebssystem-Version Symbian 3 zu unterstützen.

Und wozu das Ganze?

Der Wechsel hin zu Open Source ist ein wichtiger Schritt im Kampf um Smartphone-Marktanteile. In den letzten Jahren hatte der Branchenprimus Symbian immer weiter Boden speziell an das iPhone mit seinem Betriebssystem sowie Android verloren. Noch Anfang 2007 war das Betriebssystem mit über 70 Prozent Marktanteil bei den Neugeräten unangefochtener Marktführer. Mittlerweile nutzt nur mehr etwa jedes zweite neue Smartphone Symbian.

Offenbar soll die Version 3 noch dieses Jahr erscheinen und es Nokia unter anderem ermöglichen, endlich auch Multitouch-Geräte zu verkaufen. Zur Strategie, mittels quelloffenem Betriebssystem wieder den Anschluss zu finden, passt auch die Tatsache, dass Nokia im Januar bereits eine Navigationssoftware Ovi Maps kostenlos für alle kompatiblen Geräte freigegeben hat.

Quellen: heise, golem, pte

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