Oracle: Schluss mit Open Source?

Bereits im April 2009, als der Kauf von Sun Microsystems durch Oracle bekannt wurde, meldeten sich die ersten Stimmen, die vor einer Abschaffung der Open Source-Strategie von Sun warnten. Besonders um die Zukunft der freien Datenbank MySQL machte sich die Gemeinde Sorgen. Zu Recht, wie sich nun zeigt: Oracle sieht das frisch erworbene Software-Portfolio kritisch. Vor allem die Affinität zu Open Source stört. Ganz oben auf der Abschussliste steht offenbar Solaris 10.
Oracle scheint nicht glücklich mit der Richtung, die Solaris 10 eingeschlagen hat. Folgt man den Gerüchten, plant der Datenbankspezialist entweder eine komplete Abkehr weg von Open Source hin zu proprietärer Software oder zumindest die Herauslösung wertvoller Komponenten und Module, die dann als kostenpflichtige Optionen auf den Markt gebracht würden. Angeblich gäbe es sogar schon konkrete Pläne, Solaris künftig kostenlos nur noch als 90-Tage-Probeversion anzubieten. Danach wäre dann eine kostenpflichtige Lizenz fällig. Dies dürfte die Popularität des onehin nicht sehr weit verbreiteten Betriebssystems nicht gerade steigern.
Dieser Strategiewechsel erstaunt, wurde Sun doch damals für den klaren Open Source-Kurs gelobt, der das Unternehmen gerettet hatte. Manche Analysten sehen die Zukunft von Sun sowieso nur noch auf Java ausgerichtet. Ob das von Erfolg gekrönt sein wird, bleibt abzuwarten. Auf einem ganz anderen Blatt steht zudem die Zukunft von OpenOffice, welches bekanntlich ebenfalls von Sun getragen wird ...
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Drucken | 01.04.2010 17:47
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