Nokia setzt auf MeeGo

MeeGo Logo

Fast fünfzehn Jahre ist es her, da startete die ehemalige Gummifabrik Nokia aus dem gleichnamigen finnischen Städtchen mit der Herstellung von Handys durch. Das Unternehmen konnte den boomenden Markt für Mobiltelefone am besten ausnutzen und jährlich zweistellige Gewinnzuwächse verbuchen. Mittlerweile sieht die Situation für Nokia ganz anders aus. Während 1997 der Computerhersteller Apple noch tief in der Krise steckte, hat sich Lage vor allem seit der Einführung des iPhone bis heute gedreht. Nokia kommt weltweit zwar immer noch auf einen Marktanteil von 37 Prozent, allerdings mit dem Schwerpunkt auf einfachen, günstigen Handys für Entwicklungs- und Schwellenländer, die geringere Margen abwerfen. Dem will das Unternehmen nun mit MeeGo entgegen wirken und einen Anlauf aus der Krise versuchen.

Nokia hat als Teil seiner Open Source-Strategie sein auf Linux basierendes OS Maemo mit der Intel-Distro Moblin zum neuen Betriebssystem MeeGo vereint. MeeGo soll 2011 auf den Markt kommen und - wie Android auch - nicht nur auf Smartphones, sondern auch auf anderen Geräten wie Tablets zum Einsatz kommen. Schliesslich wurde Moblin auch für Netbooks entwickelt, während Maemo für die Nokia Internet Tablets wie das N800 gedacht war. Nokia will mit MeeGo sicherlich auch verhindern, dass man zum reinen Hardware-Hersteller verkommt und den eigenen App Store namens Ovi retten. Interessanterweise kooperiert Nokia auch mit Asus, dem Hersteller, der mit seinen Eee PCs den Netbook-Boom ins Rollen gebracht hatte. Interessant deswegen, weil Asus demnächst mit Tablets auf den Markt kommen wird, auf denen entweder Android oder sogar Chrome OS von Google laufen wird. Man darf also gespannt sein über die weitere mobile Zukunft von Linux - und das Schicksal von Nokia!

Quelle: pte

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| Artikel drucken Drucken | 21.06.2010 18:55

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