MeeGo: Nokia und Intel

Kaum wurde Symbian quelloffen, gab Nokia schon den nächsten Schritt der neuen Open Source-Strategie bekannt: Gestern haben Mokia und Intel auf dem Mobile World Congress gemeinsam die Linux-Plattform MeeGo vorgestellt. MeeGo ist eine gemeinsame Linuxplattform, in die Nokia Maemo und Intel ihre Distro für Netbooks Mobiln einbringt. MeeGo ist geräteklassenübergreifend ausgelegt und soll neben Intels Mobile Internet Devices beispielsweise auch Tablets und Netbooks unterstützen. Dabei wurde betont, dass keine OEM oder keine Hardware-Architektur bevorzugt werden soll.
MeeGo basiert auf zwei bereits bewährten Plattformen. Nokia hat im November 2009 mit dem N900 ein Maemo-basiertes Internet-Smartphone gestartet. Entsprechend dürfte MeeGo auf Dauer sowohl Geräte auf Basis von ARM-Prozessoren als auch die x86-Architektur in Form von Intels Atom-Prozessor unterstützen. Allerdings wollen sich die Unternehmen zu Geräten bei der Vorstellung von MeeGo noch nicht genauer festlegen. Gehostet wird das Projekt von der Linux Foundation. Weitere Partner sind aber derzeit noch nicht bekannt.
Mit der Vereinigung von Meamo und Moblin werden auch die entsprechenden Entwickler-Communitys zusammengeführt, was Usern schnell eine breite Basis an Anwendungen verspricht. Während MeeGo beim Betriebssystem auf den Kern von Moblin setzt, wurde als Entwicklungsplattform Maemos Qt gewählt.
Festhalten an Symbian
Symbian ist durch MeeGo laut Unternehmen keineswegs in Gefahr. Denn ein Vorteil von Qt ist dem Konzern zufolge auch, dass eine Umsetzung von MeeGo-Applikationen für andere Plattformen wie Symbian leicht wird. Nokia plant zudem, Entwicklern plattformübergreifenden Support zu bieten und über seinen Ovi Store Apps für die hauseigenen Geräte mit beiden Betriebssystemen zu vertreiben.
Quellen: pte, inside-IT
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Drucken | 16.02.2010 17:40
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