FOSS in der Schweiz

FOSS

Der Branchenverband SwissICT, die Schweizer Informatikkonferenz SIK und die /ch/open führten 2009 erneut eine FOSS Studie durch, die aufzeigt wie Schweizer Unternehmen und die öffentliche Verwaltung zu Open-Source-Software stehen. Positives Ergebnis: Die Nutzung steigt und die Vorbehalte nehmen ab.

Im Auftrag der oben genannten Organisationen hat Sieber&Partners aus Bern nach 2006 auch die zweite Ausgabe der Studie erstellt. Von Mitte Juni bis Mitte Juli wurden insgesamt 258 Personen online befragt. Im Zentrum des Interesses standen dabei die folgenden Fragen: Inwiefern nutzen Schweizer Unternehmen und die öffentliche Hand bereits FOSS oder beabsichtigen, diese einzusetzen? Welche Vor- und Nachteile sowie Bedenken bestehen dabei?

Kostendruck und Einsparungen im Vordergrund

Als erstes wurde gefragt, was denn im Moment die wichtigsten Herausforderungen in und mit der IT seien (Mehrfachnennungen waren möglich). An der Spitze der Nennungen steht der Kostendruck mit 73 Prozent, gefolgt von der erhöhten Flexibilität, die heute gefordert wird (59%) und der Einführung neuer Technologien (51%).

Die Unterstützung von offenen Standards wurde von 92 Prozent der Befragten als wichtiger Vorteil von Open Source genannt, nur unwesentlich weniger populär sind mit je 87 Prozent der Zugang zum Source-Code und die Unabhängigkeit von Lieferanten. Die breite Community für den Wissensaustausch und Kosteneinsparungen wurden ebenfalls oft genannt. Das grösste Potential für Kosteneinsparungen durch den Open-Source-Einsatz sieht der Löwenanteil der Befragten durch den Wegfall von Lizenzkosten – 12 Prozent finden, dies sei nur im ersten Jahr vorteilhaft, 79 Prozent sehen ein dauerhaftes Plus.

Schwierige Migration

Am meisten Bedenken bestehen bezüglich der Migration von bisherigen Systemen auf Open Source – 58 Prozent fürchten, der Umstieg sei schwierig. Mit 55% liegen auch der empfundene Mangel an Support und mit 54% das mangelnde Schulungsangebot schwer auf dem Magen. Auch die mangelnde Lieferantenhaftung scheint ein Problem darzustellen.

Beliebte Desktop-Anwendungen

Bei Desktop-Anwendungen und Betriebssystemen liegt der Nutzungsgrad aktuell bei 37 Prozent und weitere 15 Prozent der Befragten planen, Open Source einzusetzen. Keine Pläne haben hier 43 Prozent und für 5 Prozent kommt Open Source in diesem Bereich nie in Frage. Ähnlich liegen die Werte bei Server- und Netzwerksoftware (genutzt: 48%, geplant: 11%, keine Pläne: 37%, kommt nicht in Frage: 4%). Am populärsten ist Open Source für Entwicklung und bei Datenbanken (51%, 16%, 37%, 3%).

Eine Zusammenfassung der Studie kann man hier (PDF) herunterladen.

Quelle: SwissITMagazine

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