Erste Open Source-Professur

Open Source LogoIm Wintersemester 2009/10 ist an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg die erste Open Source-Professur Deutschlands gestartet. Besetzt wird sie von Professor Dirk Riehle, der zuletzt bei SAP im Sillicon Valley die Open Source-Forschung leitete und insgesamt über 12 Jahre Erfahrung in der Industrie verfügt. Unter seiner Führung nahm am 1. September auch eine Forschungsgruppe von drei Doktoranden ihre Arbeit auf. Zu den Unterstützern der Professur gehören unter anderem der Linux-Distributor Red Hat und Novell - sie sponsern jeweils eine halbe Doktorandenstelle.

Gestern nun hat Riehle seine Ziele vrogestellt: Die neu eingerichtete Stelle ist auf drei Jahre befristet und dient sowohl Forschungs- als auch Lehraktivitäten. Professor Riehle und seine Gruppe erforschen Open-Source-basierte Softwareentwicklungsprozesse und deren Einsatz in Softwarefimen und Konsortien. Zentrale Fragestellung sei es unter anderem, wie die Wirtschaft genauso wie Grossprojekte von Open-Source-Prozessen profitieren könnten. Zudem soll die Professur als Inkubator für die Ausgliederung von Open Source Spin-Offs dienen. Erstes konkretes Ziel sei aber das Errichten einer Plattform für quelloffene Projekte, ähnlich wie SourceForge.

In Partnerschaft mit der Industrie

"Wir wollen zusammen mit Partnern aus der Industrie die Entwicklung von Open Source in Deutschland begleiten und fördern", erklärte Prof. Riehle. "Als Trend in unseren Forschungsarbeiten ist deutlich zu beobachten, dass sich bei Lösungen, die auf offene Standards und Open Source-Methoden setzen, die Erfolgsquote von Grossprojekten im Vergleich zu traditionellen Methoden deutlich erhöht."

Laut silicon.de steht hinter der Professur als Strippenzieherin die Open Source Business Foundation (OSBF e.V.), die ihren Sitz ebenfalls in Nürnberg hat, mit ihrem Vorsitzenden Richard Seibt. Seibt selber war früher CEO von Suse, des anderen Linux-Distributoren, der heute zu Novell gehört. So erstaunt es denn auch nicht, wenn die Forschungsgruppe teilweise eng mit dem Suse-Entwicklungszentrum in Nürnberg verknüpft ist.

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| Artikel drucken Drucken | 27.11.2009 18:12

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