Was kommt nach HTML 5?

Der neue Standard HTML 5 nähert sich langsam aber sicher der offiziellen Fertigstellung. Doch wie es so üblich ist, machen sich die Ersten bereits Gedanken darüber, wie es weitergehen soll. Die Web Hypertext Application Technology Working Group (WHATWG) hat dazu hat die Idee eines Elements <device> vorgestellt. Damit soll Webseiten Zugriff auf diverse Geräte wie beispielsweise die Webcam eines PCs ermöglicht werden. Langfristig könnten Video-Konferenzen somit ganz ohne Plug-ins direkt im Browser stattfinden.
Prinzipiell würde das <device>-Element den Zugriff auf diverse Geräte ermöglichen. Doch gerade mit Webcams liefert Google-Mitarbeiter Mark Pilgrim im WHATWG-Blog ein anschauliches Beispiel für die damit verbundenen Möglichkeiten. In Verbindung mit Web-Sockets zur Übertragung aufgenommener Video-Streams und dem in HTML 5 enthaltenen <video>-Element, das ein Abspielen ohne Flash oder andere Plug-ins ermöglicht, könnte eine Video-Konferenz direkt im Browser und ganz ohne proprietäre Erweiterungen abgehalten werden.
Freilich ist das noch Zukunftsmusik. Die Programmierschnittstelle für das
Zukunft ohne Microsoft
Mozilla, Opera und Apple waren bereits zu ihrer Gründung in der WHATWG vertreten und es kann wohl davon ausgegangen werden, dass sie die Idee des versionsfreien Entwicklungsmodells mittragen. Darauf, ob und wie Microsoft reagiert, darf man hingegen gespannt sein. Microsoft ist bislang nicht in der WHATWG involviert und orientiert sich eher an den offizielleren W3C-Spezifikationen. Dabei hinkt der IE schon jetzt in der Unterstützung aktueller HTML-Trends hinterher.
Während die Konkurrenten bereits in aktuellen Browser-Versionen erste Teile von HTML 5 verbaut haben, wurde das aus Redmond erst für den IE 9 in Aussicht gestellt. Wer dem IE 8 bereits jetzt HTML 5 beibringen will, kann das mit dem "Google Chrome Frame", einem Plugin tun.
Quellen: pte, whatwg
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Drucken | 26.01.2010 10:26
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