SL: Aufschwung im Verborgenen
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Virtuelle Welten erleben abseits der öffentlichen Wahrnehmung offenbar ihren zweiten Frühling. Während der Hype rund um Second Life und Co. nach kurzer Zeit wieder abflaute und die Online-Welten schnell totgesagt wurden, scheint sich abseits der Medienöffentlichkeit jedoch genau das Gegenteil zu entwickeln. Im Gegensatz zur Meinung vieler Kritiker boomen die virtuellen Welten geradezu. Das geht jedenfalls aus einem aktuellen Bericht der britischen Beratungsfirma Kzero hervor, wonach die Mitgliederzahlen in Online-Welten im zweiten Quartal dieses Jahres um 39 Prozent gewachsen sind und nun etwa 579 Mio. betragen.
Auch wenn diese Zahlen naturgemäss mit Vorsicht zu geniessen sind - schliesslich sind davon nicht unbedingt alle Nutzer auch tatsächlich aktiv -, eines haben Second Life oder World of Warcraft den beliebten sozialen Netzwerken wie Facebook voraus: sie sind dank ihrem Abo-Modell durchwegs profitabel. Twitter und Facebook sind also derzeit zwar en vogue - aber Geld verdienen lässt sich mit ihnen nicht.
Wachstumstreiber Kinder und Jugendliche
Die überwiegende Mehrheit der 39 Prozent Zuwachs in den virtuellen Welten geht laut Kzero auf Kinder und Jugendliche zurück. Als Beispiel sei hier Poptropica angeführt. Diese Plattform richtet sich explizit an Fünf- bis Zehnjährige und zählt rund 76 Mio. registrierte Mitglieder. In der Altersgruppe der Zehn- bis 15-Jährigen legt hingegen Habbo Hotel mit 135 Mio. Usern entsprechend respektable Zahlen vor.
Second Life seinerseits - einstmaliges Vorzeigebeispiel virtueller Welten - scheint sich abseits des Medienrummels ebenfalls zu halten. So wurde bereits am etwas in Verruf geratenen Image der Seite zu basteln und Erwachseneninhalte zuletzt in eigene Zonen mit Alterskontrollen verbannt.
Quellen: kzero, pte
» Drucken 04.08.2009 08:05
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